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DS E-Tense: Blick in die Zukunft

Das DS E-Tense Concept Car gibt einen Ausblick auf die künftigen Modelle des französischen Autoherstellers. Fahrdynamisch hat es einiges zu bieten.

19.07.2016 Press Inform

Beim DS E-Tense verhält sich der Einstieg sehr ähnlich zu anderen Fahrzeugen dieser Bauart. Erst schlängelt man sich durch eine enge Türöffnung, sortiert seine Gliedmaßen, um sich in den knapp geschnittenen Sportsitz zu zwängen. Statt auf Rundinstrumente blickt man auf ein Display, auf dem seltsame Grafiken zucken. Ein kurzer Blick gibt Auskunft: „Torque“, „Throttle“ und „Brake“ steht da. Gangschaltung? Fehlanzeige. Schließlich handelt es sich beim DS E-Tense um eine Prototypen.

DS E-Tense: In den Sitz gedrückt

Unabhängig von all den futuristischen Ausstattungsmerkmalen erweist sich die Studie als erstaunlich alltagstauglich. Eine gute Sitzposition ist schnell gefunden und das abgeflachte mit Leder überzogene Alu-Lenkrad liegt gut in der Hand. Auf kurvigen Landstraßen zeigt der 1,8-Tonnen-Bolide sein wahres Gesicht. Kaum tippt der rechte Fuß das Gaspedal an, katapultiert sich der DS-E-Tense mit der Kraft seiner 296 kW / 402-PS nach vorne. Wie bei einem Elektromobil üblich, steht das maximale Drehmoment von 512 Nm vom Fleck weg parat – was auch das Kreuz des Piloten zu spüren bekommt.

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© Bild: Werk

Eigens komponiertes Stück

Was den explosiven Antritt angeht, braucht sich das DS E-Tense Concept nicht vor einem Tesla Model S verstecken. Das stetig anschwellende Sirren der beiden Elektro-Motoren, die aus Balance-Gründen an der Vorder- und Hinterachse angebracht sind, untermalt dann jede Beschleunigung. Wer auf Synthie-Pop steht, kann sich mit einem eigens für den E-Tense komponierten Musikstück, das aus den neun Lautsprechern der Focal-Highend-Stereo-Anlage erklingt, berieseln lassen. Zurück zum Fahren: Das Getriebe hat drei Gänge, die ohne Zugunterbrechung hineingeschnalzt werden.

Die Aerodynamik orientiert sich an Formel E

Die Gewichtsverteilung ist beim Hecktriebler besonders wichtig, daher haben die Ingenieure die Akkus der 53 kWh-Batterie am Unterboden möglichst nah am Schwerpunkt des Fahrzeugs platziert. Das resultiert in einer fast perfekten Gewichtsverteilung zwischen den beiden Achsen von 45 zu 55 (hinten). Bei der Aerodynamik schauten die DS Techniker beim DS Virgin Racing Team, das in der Formel E am Start ist, ganz genau hin: Der Unterboden ist glatt, zwei Luftkanäle, sogenannte „Air Ducts“, kühlen die Bremsen und helfen beim Anpressdruck. Garniert mit einem Sperr-Differenzial an der Hinterachse und aktivem Torque Vectoring geht es so um die Kurven. Dabei krallen sich die Michelin-High-Performance-Reifen mit aller Macht in den Asphalt und kämpfen dagegen an, den Kontakt nicht zu verlieren.

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© Bild: Werk

Fang das Heck ein

Nach wenigen Kilometern auf kurvenreichen Landstraßen geht’s dann mit der DS E-Tense ohne jegliche Schwierigkeiten voran: Anvisieren, anbremsen, Scheitel treffen, Gas geben. Der E-Sportwagen stellt den Fahrer vor keine großen Probleme. Das Heck ist berechenbar und kündigt sein Ausbrechen durch leichtes Zucken an. Übermut bestraft das ansehnliche Hinterteil allerdings mit einem Schwenk, der mit schnellem Gegenlenken aber zuverlässig eingefangen werden kann. Wer sich auf ein ESP verlassen will, sieht sich getäuscht. Beim DS E-Tense entscheidet alleine das Können des Piloten.

Innen viel Luxus

Das Fahren im DE-E-Tense ist ohnehin ein Fest für die Sinne. Das Leder im Innenraum wurde von Spezialisten mit einer Tinte getränkt, um die edle Patina italienischer Herrenschuhe zu bekommen. Die bequemen Sportsitze umschmiegen nicht nur den Fahrer, wie ein gut sitzender Handschuh, sondern sind durch die aufwendigen Nähte, bei denen jeder Stich exakt platziert ist, auch ein Manifest traditioneller Handwerkskunst. Dazu kommen noch die metallischen Waben-Strukturen sowie die futuristischen Hebel und Knöpfe, die überall im Innenraum verteilt sind.

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© Bild: Werk

Ausblick auf dem Genfer Automobilsalon

Bei der Karosserie setzten die Franzosen auf Carbon und 3D-Druck – zum Beispiel beim Kühlergrill und den hinteren Lufteinlässen. Der in acht schichten aufgetragene Lack schimmert grünlich. Drei Monate tüftelten die Experten, ehe der richtige Farbton gefunden war. Schade nur, dass der E-Tense so nie kommen wird, aber viele der Details wird man in künftigen DS-Modellen wiedersehen. Im nächsten Jahr wird ein Auto, das vermutlich auf dem Genfer Automobilsalon steht, zeigen, wie die Franzosen den Premium-Markt erobern wollen.

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