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Donnergrollen im Zauberwürfel: BMW M4 Cabrio

Ein Dach, das sich öffnet, als hätte Erno Rubik es erfunden. Darunter: ein Auto, das auf der German Autobahn eine Stampede simuliert.

31.10.2014 Online Redaktion

Cabrio sein ist vor allem eine Frage des Daches und dessen Abwesenheit. Was ein BMW M4 Cabrio sonst noch ist, ergibt sich aus dem direkten Vergleich zum Coupé. Das Dach macht den Anfang. Auch wenn sich die Münchner geweigert haben, ein normales Verdeck zu kon­struieren. Sie haben stattdessen ein Labyrinth, einen Zauberwürfel aus Elektro­motoren und Blechteilen entworfen. Dieser öffnet und schließt zwar an der Grenze zur Hypnose faszinierend, braucht aber auch Zeit – rund 25 Sekunden. Und Gewicht.

Dachorigami für Genießer

250 Kilogramm ist das ­Cabrio schwerer als das Coupé (aber unter anderem dank ­einer Gelenkwelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, CFK, auch 60 Kilogramm leichter als das Vor­gänger-Cabrio). Was das fahrdynamisch bedeutet, ­verdeutlicht die Gewichts­verteilung. Beim Coupé liegen 48 Prozent des Gewichts auf der Hinterachse. Beim offenen Cabrio sind es 53.

BMW M4 Cabrio

Vielen Kunden wird es egal sein. Nicht die Rennstrecke ist die Königsdisziplin, sondern der sonnenbeschienene Alltag. Weil das Dach aber den Zugang zum Kofferraum verstellt, musste BMW eine Beladehilfe erfinden, die das Dachorigami anhebt, öffnet man den Kofferraum. Darunter verstecken sich noch 220 Liter Laderaum.

BMW M4 Cabrio: für die Ohren gebaut

Größter Vorteil des M4 ­Cabrio ist die Akustik, weil sie bei geöffnetem Verdeck unge­filtert durch den Innenraum braust. Ein Gewitter vom Start weg samt Zwischengasstößen beim Herunterschalten. Die Soundklappen sind jetzt vor statt hinter dem Schalldämpfer platziert und die vier Endrohre sind echt und keine Forstinger-Blenden. Geschlossen macht der Sound deutlich weniger her, was vor allem auf der Autobahn entspannt. Dort ist das Cabrio kaum lauter als das Coupé.

bmw m4 cabrio 2014 hinten heck

Weinet dem Sauger nicht nach

Akustisch können Nostal­giker den V8-Sauger gerne vermissen. Fahrer, Käufer und Fans müssen sich diese Mühe nicht machen. Der Reihen­sechszylinder mit doppelter Turboaufladung feuert 431 PS und 550 Newtonmeter ab, ­gedreht wird in die lichten ­Höhen von 7500 Touren. ­Ausverhandelt wird so viel Kraft von einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, ­dessen Präzision und Dynamik das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe überflüssig macht.

BMW M4 Cabrio

Noch so was, was den ­Nostalgikern nicht gefallen wird. Fahrwerk, Schaltverhalten und ESP können den ­Wünschen des Fahrers angepasst werden. Und was der sich wünscht, wissen die ­Motoringenieure bei BMW sehr genau.

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  • Christian Klotzbücher

    Na denn…ein witz wenn ich die Fahrleistungen dieses Fahrzeugs mit den Entwicklungen meines Arbeitgebers vergleiche: BMW ALPINA! Siehe B3 bzw B4 Biturbo…
    Schöne Grüße aus dem Allgäu!

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