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Dodge Viper ACR: Denken Sie groß

Die Dodge Viper ACR ist die Rennstreckenversion des amerikanischen Kult-Bombers. Die Viper muss endlich wieder auf sich aufmerksam machen.

11.05.2015 Online Redaktion

Das Problem ist, dass sich die Daten unglaublich toll anhören. V10-Motor. Bam. 8,4 Liter Hubraum. Bam. 654 PS und 814 Newtonmeter. Bam Bam Bam. Allein: es hilft nichts. Weil die neue Corvette alles besser kann ist die Viper auf dem absteigenden Ast. Ob die Dodge Viper ACR diesen Trend umkehren kann, bleibt abzuwarten.

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© Bild: Dodge

Die Konkurrenz ist ein Hund

Genau genommen ist das derzeitige Problem der Viper das Ergebnis eines jahrzehntelangen Wettstreits. Viper gegen Vette – amerikanischer ließ sich ein Rennstreckenduell nicht besetzen. Jetzt ist de Corvette Z06 seinem Konkurrenten davon gefahren. Die SRT Variante ist billiger als die Viper ACR und ihr V8 leistet 660 PS (also 6 PS mehr). Dazu gibt es die Corvette mit einem manuellen Siebengang-Getriebe oder einer Achtgang-Automatik. Die Viper ist ausschließlich mit einem Sechsgang-Getriebe zu haben.

In den USA ist das ein Killerargument. Denn nur ein Bruchteil der Kunden entscheidet sich dort für einen Handschalter. Purismus? Näher an der Straße? Schön und gut. Aber filetieren Sie einmal mehr als 600 PS per Hand. Der amerikanische Kunde traut wahrscheinlich der Elektronik mehr als seiner rechten Hand.

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© Bild: Dodge

Aber immerhin die Optik stimmt. Die orientiert sich nämlich ausschließlich an den Erfahrungen, die das Rennteam in der United SportsCar Championship gesammelt hat. Die Aerodynamik-Maßnahmen (ein abnehmbarer Splitter vorne, vor den Radhäusern montierte Flics, ein riesieger Heckspoiler) generieren bei 285 Stundenkilometern einen Abtrieb von beinahe einer Tonne. Dazu kommen ein verstellbares Fahrwerk von Bilstein und Carbon-Keramikbremsen von Brembo.

Europastart? Eher unwahrscheinlich

Der Fokus sei auf Fahrbarkeit gelegen, sagt Dodge. Das kann man glauben. Denn ist geradezu unvorstellbar, dass die Marke nicht mehr als 654 PS aus diesem Motor holen könnte. Ihr Argument ist, dass sie das durchaus könnten, den Wagen dann aber niemand mehr fahren könnte. Nicht ganz falsch.

Ein Europastart der Dodge Viper ACR ist beinahe ausgeschlossen. Derzeit hat man in den USA wohl genug Schwierigkeiten mit dem Absatz, ohne dauernd die Worte Porsche, Ferrari oder Lamborghini an de Kopf geworfen zu bekommen.

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