Neue Mercedes E-Klasse Facelift S-Klasse Technologie Investition eine Milliarde Euro
Eine Milliarde Euro soll das Facelift der E-Klasse angeblich gekostet haben.
 

Billion-Dollar-Baby

Eine Milliarde Euro soll das Facelift der E-Klasse gekostet haben.

17.12.2012 Online Redaktion

Hätte Mercedes diese Zahl nicht genannt, es wäre wohl nur ein weiteres Facelift gewesen. So aber muss Mercedes doch etwas beweisen. Denn für die überarbeitete E-Klasse hat der Konzern angeblich eine Milliarde Euro springen lassen. Wir glauben diese Zahl sogar, wissen aber, dass diese Summe nicht nur für das Facelift ausgegeben wurde. Denn Mercedes sagt selbst, dass dieses Modell der neuen S-Klasse einiges an Technologie vorweg nimmt. Ein Großteil der Summe dürfte also dem Entwicklungsbudget für das Flaggschiff entnommen worden sein.

Hier die wichtigsten neuen Technologien:

Stereo Multi Purpose Camera:
Bisher hatte Mercedes zwischen Windschutzscheibe und Rückspiegel eine Kamera (Mono Multi Purpose Camera) montiert. Jetzt gibt es zwei Linsen, mit einem Öffnungswinkel von 45 Grad, die bis zu 500 Meter weit sehen können. Vorausfahrende, entgegenkommende und querende Fahrzeuge und Fußgänger werden erkannt und deren Bewegungen berechnet. Straßenschilder und Fahrbahnmarkierungen werden natürlich ebenfalls wahrgenommen.

Collision Prevention Assist:
Ein radargestützter Kollisionswarner samt Bremsassistent. Die Technik ist bereits von anderen Marken bekannt. Allen voran Volvo. Weswegen sie Mercedes auch serienmäßig einbaut. Man will sich ja nichts nachsagen lassen. Das Auto vermeidet selbstständig Auffahrunfälle bei geringen Geschwindigkeiten.

Attention Assist:
Überwacht ob der Fahrer nicht vielleicht müde ist. Dazu wird eine Vielzahl von Parametern ausgewertet. Wie oft wird das Lenkrad wie stark bewegt, die Bremse betätigt, Gas gegeben, Blinker benutzt… glaubt das Fahrzeug, wird der Fahrer darauf hingewiesen, er möge doch eine Pause machen.

Distronic Plus:

Hilft, die Spur zu halten. Dieser Assistent beherrscht sogar Staufolgefahrten.

BAS Plus:
Ein Bremsassistent, der den Fahrer beim Bremsen unterstützt. Dank des Kamerasystems erkennt BAS Plus im Voraus kreuzende Autos und querende Fußgänger. Leitet der Fahrer eine starke Bremsung ein, unterstützt ihn das System.

Neue Mercedes E-Klasse Facelift S-Klasse Technologie Investition eine Milliarde Euro

Pre-Safe Plus:
Nicht nur für den Fahrer denkt das Auto mit, sondern auch für das nachfolgende Auto. Das System erkennt eine drohende Heckkollision und aktiviert die Warnblinker hinten mit erhöhter Frequenz. Innen spannen sich die Gurte vor. Außerdem bremst das System das Auto fest. So sollen Sekundärunfälle vermieden werden.

Aktiver Spurhalte Assistent:
Dank des Kamerasystems orientiert er sich jetzt nicht mehr nur an den Fahrbahnspuren, sondern auch am entgegenkommenden Verkehr.

Fernlicht-Assistent Plus:
Ermöglicht blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel.

Aktiver Park-Assistent:
Das Auto kann hiermit selbstständig einparken. Es linkt nicht nur, es bremst auch automatisch.

Verkehrszeichen-Assistent:
Bisher beherrschte das System Geschwindigkeitsbegrenzungen, jetzt haben ihm die Techniker auch noch Überholverbote und Einfahrtverbotenschilder beigebracht. Will man gegen eine Einbahnstraße einfahren, piepst es.

360-Grad-Kamera:

Beim Ein- und Ausparken können einem diese Kameras helfen. Man hat alle vier Seiten im Blick und bekommt eine Vogelperspektive vom Auto geboten. Dazu werden Hilfslinien eingeblendet, die einem das Ein- und Ausparken erleichtern sollen.

Die Milliarde ist wohl zukunftsweisend angelegt. Aber sicher nicht bloß für die E-Klasse. Von der Technik profitieren alle Baureihen, angefangen beim Flaggschiff. Aber auf ein Wort: Mercedes wird gerade von den Aktionären beäugt. BMW fährt Ihnen davon, Audi ist plötzlich ein ernsthafter Konkurrent und bei EADS hofft man ohne blaue Flecken aussteigen zu können. Da sollte man sich mit Milliarden-Investitionen für Facelifts als Marketing-Gag zurück halten.

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