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Die Superzukunft: LM2 Streamliner

Auf dem Autosalon in New York wird der LM2 Streamliner von Lyons Motor zu sehen sein. Die Überzukunft, wie sie sich die Amerikaner vorstellen.

01.04.2015 Online Redaktion

Ein Startup – diesmal aus New York – entwickelt aus dem Stand ein Auto, das alles besser kann, als alle anderen Wagen. Das ist einmal die Basis. Und die macht skeptisch. Denn ganz so radikal kann das Ergebnis gar nicht sein. Gesetze der Physik und der Marktwirtschaft gelten, entgegen anders lautender Gerüchte, schließlich auch in New York.

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© Bild: Lyons Motor

Aber egal. Träumen wir einen Moment vom Lyons LM2 Streamliner. Der soll in absehbarer Zukunft in die Hypercar-Riege einbrechen – dort nennt sich die Konkurrenz Bugatti Veyron, LaFerrari oder McLaren P1. Ein V8-Motor mit Biturbo, der aus 8,2 Litern brachiale 1700 PS uns 2183 Newtonmeter holt, soll die Konkurrenzfähigkeit garantieren. Ausverhandelt wird die Kraft von einem sequentiellen Siebengang-Getriebe – Allradantrieb ist dabei selbstverständlich.

Superlativ-Fahrdaten vom anderen Stern

Nach 2,2 Sekunden soll der Musterspurt erledigt sein, die Höchstgeschwindigkeit von dem Auto, das noch nicht fährt, gibt der Hersteller mit 470 Stundenkilometern an. Für rund 1,3 bis 1,4 Millionen Dollar soll der LM2 Streamliner irgendwann zu haben sein. Untergebracht wird all die Technik in einem 4,64 Meter langem Auto, das rund 1.400 Kilogramm wiegen soll. Dank Leichtbau. Lediglich der Hilfsrahmen ist aus Edelstahl.

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© Bild: Lyons Motor

Die Linien und Proportionen entsprechen den gängigen Vorbildern für solche Autos. Vorne ein langer Überhang, hinten quasi keiner. Zur Pflicht gehört auch ein verstellbares Fahrwerk (Sport und Komfort) und ein aktiver Spoiler, der sich bei starken Bremsvorgängen der Luft entgegenstellt. Den Blick nach hinten haben die Lyons-Inegnieure vollständige verbaut und weg rationalisiert. Wohl aus der Annahme heraus, dass Fahrer dieses Fahrzeugs nicht in die Verlegenheit kommen nach hinten blicken zu müssen. Überholt wird man eher selten.

Abseits der Superlativ-Fahrdaten konzentriert sich Lyons auf die Elektronik. Per App lassen sich alle wichtigen und nebensächlichen Einstellungen vornehmen, die dann automatisch aktiviert werden, sobald sich der Fahrer dem Auto nähert. Im Innenraum werden alle Funktionen über einen 16-Zoll Touchscreen gesteuert. Andere Bedienelemente gibt es nicht. Auch auf Außenspiegel wurde vollständig verzichtet. Deren Funktion übernehmen Kameras.

LM2 Streamliner heißt das neue Hypercar

Auf eine konventionelle Verkabelung verzichtet Lyons Motor. Wie die Alternative lautet wird das Unternehmen hoffentlich auf dem Autosalon in New York präsentieren.

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© Bild: Lyons Motor

All das wollen wir an dieser Stelle glauben. Wir wollen glauben, dass diese absurden Fahrdaten stimmen und das erste amerikanische Hypercar kurz vor der Vollendung steht. Wir wollen glauben, dass Motor und Elektronik tatsächlich mehr zustande bringen, als die lächerlich großen Reifen (265/30 R20 vorne und 355/25 R21 hinten) zu verdampfen. Nicht, weil es besonders glaubhaft klingt, sondern weil Autos dieser Leistungsklasse unser Herz erfreuen. Und wenn Amerikaner etwas versprechen, dann halten sie es entweder auch oder scheitern derart dramatisch und krachend, dass sich eine Verfilmung lohnen würde (DeLorean). Für Spannung ist also gesorgt. Und das ist die Hauptsache.

Video zum LM2 Streamliner

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  • Georg

    Sinnloses, stilloses, häßliches Etwas. Einfach nur rund gelutscht und nur weil’s viele PS hat noch lange kein tolles Auto.

    • Phoenix

      Wenn BMW oder Audi drauf stehen würde, würden es die Leute kaufen! Dieses hässliche, stillose Design passt genau zu denen!

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