Buick Skylark Opel Kadett C Coupe Berlinetta C City Oldtimer Gebrauchtwagen
Autos entweder auf dem Hof seines Vaters oder in der Werkstatt seines Onkels.
 

Die Prinzen von Maine

Keines der zwölf Autos von Sebastian Kreiner steht zum Verkauf.

29.03.2013 Online Redaktion

Zwölf Autos? Zwölf Autos! Und das mit nur 22 Jahren. Der Grund dafür ist ein Mantra, das Sebastian durch die Gebrauchtwagenbörsen dieser Welt trägt: „Besser ich habe es, als ich hätte es gern.“ Neben einem Mantra ist kein Platz für Widersprüche.

Außerdem klingt die Zahl zwölf nur hoch und lässt sich mühelos kleinrechnen. Den VW T2 Pritschenwagen (1973) musste er kaufen, weil es der Firmenwagen seines Opas war, der mittlerweile verstorben ist. Der T2 hat ein Pickerl und wird als Nutzfahrzeug verwendet. Ähnlich ist es mit dem Opel Rekord C Caravan (1971). Der hat mal Sebastians Oma gehört. Solche Autos kann man nicht an irgendwen verkaufen.

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Bleiben noch zehn. Der Opel Kadett C 1,2 S (1976) ist nur ein Teileträger, genau wie der Opel Rekord C (1972). Rest: acht. Ein weiterer Opel Kadett C Coupé (1976) ist als Hobby zum Restaurieren gedacht, genau wie das gleiche Modell von 1975 und ein weiterer Opel Kadett C ­Caravan (1977).

Theoretisch sind fünf übrig, aber der Ford Escort Turnier (1993) zählt nicht, der ist seit einem Unfall ein wirtschaftlicher Totalschaden. Freilich kein emotionaler. Sind noch vier übrig, und das sind alles Alltagsautos. Der Ford Escort Sport (1995) ist ein Youngtimer und Alleskönner. Die anderen drei hat er mit zum Shooting gebracht. Auf dem gelben Opel Kadett C City (1975) machte Sebastian den L17-Führerschein und fährt ihn jetzt im Winter. Der weiße Opel Kadett C Coupé Berlinetta (1977) ist das Auto für den Sommer, und der Buick Skylark (1968) ist ­Sebastians erster Amerikaner.

Kurzum: „Bei jedem Auto habe ich einen Grund, es zu behalten.“ Angefangen hat alles mit dem gelben City. 2004 hat er das Auto aufgestöbert. ­Sebastian war 14 Jahre alt, das Auto kostete 1450 Euro. Ein Scheunenfund. Er musste das Auto haben, denn Opel hatte ihn pädagogisiert. So ­einen hatten seine Großeltern auch, in so einem durfte ­Sebastian zum ersten Mal selbst fahren, als er zwölf Jahre alt war. Für den L17 war kein anderes ­Modell vorstellbar.

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Kaum volljährig, hat ­Sebastian acht Autos. Das neunte musste her, 1000 Euro waren angespart, es wurde der weiße Kadett. Das Auto diente zur Entspannung während der Matura. Zwischen Hausaufgaben und Prüfungsstress wurden die Bremsen getauscht und die Wasserpumpe ersetzt. Das bislang letzte Auto ­folgte 2009, der Buick Skylark von 1968. Der Ami ist das Prunkstück der Sammlung, weil er 5000 Euro gekostet hat und mit weitem Abstand das teuerste Auto im Fuhrpark ist. Außerdem ist er eine echte ­Herausforderung.

Denn der Vorbesitzer hatte schon mit der Restauration begonnen, weswegen der Buick teilweise ­zerlegt war. Viele Teile fehlten, weil die schlichtweg schwer zu bekommen sind: die roten ­Sidemarker am Heck, auf denen das Buick-Logo leuchtet, das originale Radio, das fünf Knöpfe nebeneinander hat, auf denen jeweils ein Buchstabe des Herstellers steht: B U I C K. Wie einfach ist es im Vergleich dazu doch, mit 14 Jahren einem Kadett City ein Service zu verpassen. 

  • Theo

    Hut ab!- Respekt vor jungen Youngtimer Fans! =)

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