Mercedes-Benz A-Klasse AMG a25 Schulte Exterieur Dynamisch Front
So stellt sich Schulte Design den A25 vor.
 

Die Milchstraße bis 2015

Mercedes verspricht eine Modelloffensive bis 2015.

13.10.2011 Online Redaktion

Mercedes hatte sich 1997 mit der A-Klasse verspekuliert. Der Elchtest ist nur das Resultat, nicht die Ursache. Die Marke hatte das Auto nämlich eigentlich als Wasserstoff- und Gasauto konzipiert und mit einer Sandwichbauweise auf den Markt geschickt. In dem doppelten Boden sollten die Tanks Platz finden. Die Antriebsrevolution blieb aus und die A-Klasse kippte um. Das war anders geplant.

Mercedes will es jetzt etwas bodenständiger angehen lassen. Die neue B-Klasse, wie auch die kommende A-Klasse verzichten auf diese Bauweise. Denn die Marke mit dem Stern hat den Innovationstakt auf der IAA in Frankfurt ja selbst neu vorgegeben. Wasserstoff? Ja. Ab 2025. Bis dahin ist erst einmal Schluss mit Experimenten.

Den Anfang macht die neue A-Klasse, die deutlich sportlicher daherkommen soll und sich deswegen designtechnisch am 1er BMW orientiert. Flacher soll sie werden. Um den Eindruck zu unterstützen kommt auch gleich ein Coupé, ein Cabrio und eine AMG-Variante (siehe Foto, Eckdaten: 340 PS, Allradantrieb).

Doch die A- und B-Klasse werden auch nach oben erweitert. So soll auf deren Plattform ein kompakter CLS, der CLC entstehen, der auch gleich als Limousine und Shooting-Brake lanciert werden soll. Die C-Klasse selbst soll noch als eine Art Van kommen. Bei den Kompakt-Kompakt-SUV hat Mercedes das Feld bisher kampflos der Konkurrenz überlassen. Der GLC soll das ab 2014 ändern.

Letzte große Ankündigung aus dem Hause  Mercedes ist das „Downsizing“ des SLS. Wobei andere Hersteller gerne so Upsizen würden, wie Mercedes Downsized. Der SLC soll auf der gleichen Plattform basieren wie der SLS AMG, aber zwanzig Zentimeter kürzer sein. Flügeltüren sind ein frommer Wunschtraum. Die Preise sollen bei etwa 90.000 Euro beginnen, womit sich der SLC direkt gegen den Porsche 911 stellt.

Doch auch im Kleinstsegment tut sich was. Der VW up! hat Mercedes deutlich vor Augen geführt, dass man zwischen Smart (2,70 Meter) und A-Klasse (etwa 4,15 Meter) noch eine Nische aufbohren kann. Welches Logo dieses Auto tragen könnte (Smart oder Stern) ist völlig offen. Hier könnte sich die Kooperation mit Nissan/Renault bemerkbar machen. Der Output für Mercedes hält sich bisher in Grenzen. Die A/B-Plattform von Mercedes ist vergleichsweise teuer. Firmenintern soll es Gedankenspiele geben auf die günstigere Nissan-Plattform zu wechseln. Einerseits. Andererseits profitiert gerade Infiniti von der A-Klasse-Basis. Auf der basiert nämlich der neue Etherea. Kein Grund für Scherze – in Übersee ist die Luxusmarke von Nissan deutlich präsenter als hierzulande.

Aber wer braucht schon einen kleinen SLS, wenn der Roadster so gut aussieht:

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