Der Fiat 500 Living L auf der IAA 2013
Weitere Fusionen in der Automobilbranche könnten folgen.
 

Die Automobilbranche bleibt in Bewegung

Nur 6 Autohersteller können langfristig ihre Unabhängigkeit wahren, so die Einschätzung von Führungskräften aus der Branche.

07.01.2014 APA

Der Kompletteinstieg von Fiat bei Chrysler könnte der Startschuss zu weiteren Fusionierungen in der Automobilbranche sein, so eine Studie der Beratungsfirma KPMG. Demnach schätzen Führungskräfte, dass von 32 Herstellern nur sechs langfristig ihre Unabhängigkeit bewahren können.

200 Führungskräfte wurden befragt

Der Rest werde wahrscheinlich von stärkeren Konzernen geschluckt oder sich zu Allianzen verbünden, um zu überleben. KPMG befragte im Herbst weltweit 200 Führungskräfte der Automobilindustrie.

Die Fixstarter und Wackelkandidaten

Zu den sechs Firmen mit den größten Chancen auf Eigenständigkeit zählten die befragten Manager BMW, Volkswagen, Toyota, den koreanischen Hersteller Hyundai mit der Schwestermarke Kia sowie den indischen Autobauer Tata Motors und den amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla. Die japanischen Marken Mazda, Isuzu und Subaru werden der Umfrage zufolge als Übernahmekandidaten eingestuft. Auch bei den chinesischen Herstellern wird mit einer Konsolidierung gerechnet.

Fiat rettet sich mit Chrysler

Fiat, dem die befragten Führungskräfte alleine ebenfalls wenig Überlebenschancen gaben, hatte seine Pläne zur Komplettübernahme von Chrysler zum Zeitpunkt der Erhebung im Herbst noch nicht veröffentlicht. Der angeschlagene italienische Konzern hatte erst zu Jahresbeginn angekündigt, auch die restlichen 41,5 Prozent an Chrysler zu übernehmen. Mit der Übernahme will Fiat der Misere in Europa entgehen. Bereits jetzt steht der drittgrößte US-Autohersteller für mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes und hält den Konzern in den schwarzen Zahlen. Fiat alleine schreibt dagegen rote Zahlen, weil die Werke in Italien kaum ausgelastet sind.

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