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Porsches SUV-Flotte bekommt mit dem Porsche Cayenne Turbo S und dem Porsche Cayenne S zwei neue Mitglieder
 

„Die absolute Souveränität“: Porsche Cayenne GTS und Porsche Cayenne Turbo S

Porsches SUV-Flotte bekommt mit dem Porsche Cayenne Turbo S und dem Porsche Cayenne S zwei neue Mitglieder – die sich trotz des (fast) gleichen Namens deutlich von einander unterscheiden.

04.02.2015 Press Inform

Beginnen wir mit dem Porsche Cayenne Turbo S. Der aufgeladene Achtzylinder schiebt den 2.235 Kilogramm schweren SUV mit 570 PS und einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmetern in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 und gibt erst bei 284 km/h auf.

Porsche Cayenne GTS 13

„Die absolute Souveränität“

„Beim Cayenne Turbo S geht es um die absolute Souveränität“, nennt es Motorenentwickler Jürgen Burckhardt. Un die macht sich im Fahrgefühlt deutlich bemerkbar: Wie alle Porsche Cayenne fliegt der Turbo S trotz seines relativ hohen Gewichtes förmlich um die Kurven. Nur bei flugs umrundeten engen Ecken, macht sich das Zusatzgewicht des mächtigen Achtzylinder-Aggregates bemerkbar. Dann schiebt der zwangsbeatmete Top-Cayenne über die Vorderräder und fordert vom Fahrer eine Geschwindigkeits-Verringerung und einen wohldosierten Lenkeingriff. Auch der Spritverbrauch ist 11,5 Liter pro 100 Kilometer durchaus spürbar, zumal der in der Realität nur schwer zu erreichen dürfte.

Der Cayenne Turbo S vergnügt sich im Schnee.

Der Cayenne Turbo S vergnügt sich im Schnee.

Der GTS ist knackiger

Während der Cayenne Turbo S auf Hochgeschwindigkeitsstrecken seine Stärken ausspielen kann, zeigt der Cayenne GTS beim Asphalt-Slalom seine Stärken. „Der GTS ist in allem eine Spur knackiger und direkter als der Turbo S“, fasst Fahrwerksentwickler Volker Schmalzriedt die Stärken der Sechszylinder-Version zusammen. In der Tat liegt der GTS leichter in der Hand, als sein aufgeladener Bruder. Der um 125 Kilogramm leichtere SUV ist durchaus empfänglich für die Korrekturen der gewohnt präzisen Lenkung. Es ist schon beachtlich, was die Porsche-Querdynamiker aus einem 2.110 Kilogramm schweren und 4,86 Meter langen Geländewagen herausholen.Damit stellt der Cayenne GTS nicht nur den Turbo in den Schatten, sondern auch alle anderen Cayenne-Modelle. Immerhin steht der GTS seit seinem Debüt 2007 für die besonders fahraktive Variante.

Auch der knacike GTS hat seinen Spaß.

Auch der knackige GTS hat seinen Spaß.

Langsamer, aber nicht schlechter

Deswegen flitzt dieser Cayenne auch 24 Millimeter tiefer über die Straße, als seine zivileren Brüder. Ordert man die Luftfederung für 4148 Euro, sind es noch 20 Millimeter. Die sportlichere Abstimmung ist aber nur marginal spürbar. Auch auf schlechten Straßen und langen Strecken kann der Cayenne GTS überzeugen. Schließlich ist auch er mit einer Höchstgeschwindigkeit von 262 km/h keine rollende Schikane und dass er für den 100-km/h-Sprint eine Sekunde länger braucht (mit Sport Chrono Paket), dürfte nur Beschleunigungs-Fans interessieren.

Porsche Cayenne GTS 9

Mehr, mehr, mehr

Wie groß der Fortschritt des neuen Cayenne GTS ist, wird deutlich, wenn man die Fahrleistungen mit dem keineswegs schlechten Vorgänger vergleicht: Im Vergleich zum bisherigen V8 generiert dieser 20 PS und 85 Newtonmeter mehr, braucht aber 0,9 Liter weniger. In absoluten Zahlen sind das 440 PS bei einem maximalen Drehmoment von 600 Newtonmetern, bei einem Durchschnittsverbrauch knapp zehn Litern. Äußerlich bleiben wenige Argumente für den Turbo: Die Front mit den großen Lufteinlässen samt Scheinwerfern sieht so gut wie gleich aus. Für Überholprestige ist also gesorgt. Auch die gut dosierbare und kräftig zupackende Bremsanlage stammt aus dem Cayenne Turbo. Gratis gibt es beim Cayenne GTS breitere Radhäuser und stärker konturierte Seitenschweller. Immerhin hat der Turbo S die Vier-Punkt-LED-Frontleuchten – ein gewisser Unterschied muss ja sein.

Porsche Cayenne Turbo S 6

Erfreulicher Innenraum

Im Innenraum fühlt sich der Porsche-Liebhaber schnell heimisch. Alles ist an seinem gewohnten Platz und die Verarbeitung solide. Vor allem das bequeme Gestühl und die fast schon perfekte Sitzposition erfreuen das Fahrer-Herz. Das liegt vor allem an der langen Lenkradsäule, die sich exakt an die Bedürfnisse des Piloten anpassen lässt.

Der Cayenne GTS innen

Der Cayenne GTS innen

Soviel Porsche hat natürlich seinen Preis: Mit 215.561 Euro ist inkl. NoVA der Cayenne Turbo S kein Schnäppchen. Aber auch die 125.142 Euro, die der GTS in der Serienausstattung kostet, wollen erst einmal bezahlt werden. Wenn man sie sich leisten kann, sei abschließend aber gesagt: Spaß machen beide.

Der Innenraum des Turbo S

Der Innenraum des Turbo S

Dank an press-inform

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  • Marcus

    Welcher ist besser? Natürlich der GTS!
    Das beste, was man fahrdynamisch mit so einem 2,1t SUV machen kann. Schade, dass es tatsächlich die Cayenne sind, mit denen Porsche die dicke Kohle für wunderbare Sachen wie den 918 Spyder oder auch den Cayman GT4 verdient…
    Wenn schon viertürig, wie wäre es mit einem Panamera GTS? Der fährt sich auch auf Schnee extrem gut! Sonst natürlich Boxster, Cayman, aber die sind nicht als Allrad verfügbar (und bald nur noch mit Turbomotoren, seufz…).

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