Elektroauto Stromanschluss
 

Deutschland: Vorstoß bei Elektroauto-Förderung

Elektro-Fahrzeuge sollen künftig Busspuren mitbenutzen und Sonder-Parkplätze nutzen dürfen.

25.04.2014 APA

In Deutschland haben das Verkehrs- und das Umweltministerium klare Richtlinien für die Förderung von Elektroautos beschlossen, so das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Im Elektromobilitätsgesetz soll erstmals festgehalten werden, bei welchen Fahrzeugen es sich um Elektroautos handelt und daher von Vorteilen profitiert.

Plug-in-Hybride werden berücksichtigt

„Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-in-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der Zeitung. „Voraussetzung dafür ist, dass ihre elektrische Reichweite groß genug ist, um Alltagsfahrten emissionsfrei zu bewältigen.“

Ausnahmeregelung

Eine Plakette sollen den Angaben zufolge Modelle erhalten, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen oder aber mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können.

Entwicklungszeit für die Hersteller

„Bis zum Jahr 2017 werden fast alle Plug-in-Hybride umfasst sein“, sagte Hendricks. Ab 2018 sollten dann verschärfte Anforderungen gelten. Dann müsse ein Fahrzeug 40 statt 30 Kilometer elektrisch fahren können. „Damit geben wir den Herstellern genügend Zeit, noch bessere Batterien zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Busspuren und Sonder-Parkplätze

Halter von Elektro-Fahrzeugen mit Plakette sollen auch im Straßenverkehr profitieren. In einer ersten Stufe sollen die Fahrer dem Bericht zufolge Busspuren mitbenutzen und Sonder-Parkplätze nutzen dürfen.

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