Deutsche Maut Deutschland Vignette Pickerl
Die Emotionen beim Thema Ausländermaut kochen hierzulande hoch. Die paar Euros hat der Österreicher übrig, er lässt sich nur ungern als Ausländer bezeichnen. Foto: REUTERS/Morris Mac Matzen
 

Deutsche Mautpläne: wir haben DIE Lösung!

Deutsche Maut nur für Ausländer? Von wegen. Für alle. Wir haben hier eine EU-konforme Lösung für die deutschen Mautpläne.

02.09.2014 Online Redaktion

Autobahnen sind toll. Wären die Autofahrer nicht. Die verstopfen das schöne betonierte Geläuf und machen es kaputt. Da ist jetzt auch der Deutsche drauf gekommen und wird in absehbarer Zukunft von den Autofahrern eine Entschädigung verlangen. Das funktioniert in Österreich und der Schweiz, in Kroatien und Slowenien.

Keine Ausländermaut

Die CSU polterte und faselte sich in eine Ausländermaut hinein. Das muss man verstehen. Die CSU ist der bayerische, konservative Flügel der CDU –  quasi die deutsche Antwort auf die Tea-Party, nur halt mit Bier – und meinte mit „Ausländern“ zum Beispiel auch Hessen und Schwaben, Berliner und Hamburger. Auch hierzulande ist das Thema etwas hochgekocht. Wahrscheinlich aber eher weniger wegen der paar Euro, die es abzudrücken gäbe, sondern wohl eher, weil sich der Österreicher nur ungern als Ausländer bezeichnen lässt.

Deutsche Maut Deutschland Vignette Pickerl

Seehofer sitzt rechts. Nur bedingt symbolisch gemeint.
Foto: EUTERS/Fabrizio Bensch

Die EU, die alte Populismusbremse, hat das Missverständnis gleich ganz aufgelöst und klar gestellt, dass eine Maut nur dann in Ordnung ist, wenn sie alle zahlen. Finden wir gut und sagen auch gleich, wie wir uns das vorstellen.

Pickerl für Fahrspuren

Economy-Pickerl: Für 100 Euro im Jahr gibt es eine Vignette für die rechte Spur. Das so genannte Eco-Pickerl. Besitzer dürfen auf die Autobahn, dürfen aber nur die rechte Spur benutzen. Kleben sie hinter einem Lkw, sparen sie im Windschatten außerdem viel Sprit.

Eco+ Pickerl: Für 150 Euro im Jahr gibt es das Eco-Plus-Pickerl. Das ist ein Economy-Pickerl mit der Erlaubnis Lkw zu überholen, wenn die Autobahn dreispurig ist.

Business-Pickerl: Für 200 Euro im Jahr gibt es die Business-Vignette. Sie erlaubt dem Fahrer, die mittlere Spur zu benutzen. Sollte die Autobahn nur zweispurig sein, darf er links fahren. Bekommt er eine Lichthupe ins Genick gefeuert, muss er nach rechts.

First-Pickerl. Für 1000 Euro pro Jahr gibt es das First-Pickerl. First-Besitzer dürfen alle Spuren benutzen, sind aber angewiesen, den linken Fahrstreifen zu benutzen. Sie unterliegen dem neu geschaffenen Linksfahrgebot. Besitzer eines First-Pickerl dürfen außerdem an Raststätten gratis auf die Toilette.

Deutsche Maut Deutschland Vignette Pickerl

Horst Seehofer, die Ein-Mann-Tea-Party. Vielleicht gerade bei der Ausarbeitung des neuen Parteiprogramms.
Foto: REUTERS/Lukas Barth

Deutschland einig Technikland

Überwacht wird die Einhaltung des Systems mit einem Mix aus dem Kamera-Scanner-System, das bereits die Lkw-Maut einzieht und per Bordcomputer. So ließen sich Warnsignale einblenden, wenn die Technik erkennte, dass man zu weit links fährt. Der Strafzettel würde direkt an den Fahrzeughalter geschickt werden. Der beschlossene E-Call machts´ möglich.

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  • ChV

    Mit solchen Dingen soll man nicht scherzen. Es gibt sicher genug gierige, profilierungssüchtige oder sonst geistig beiinträchtigte Politiker, die sich dieser Satire sofort als ernsthaften Vorschläge befleissigen werden. Wehret den Anfängen.
    Und wie man unten sieht, solche gibt’s…

  • Heinz Schmid

    Betrifft Autobahnmaut wie vorgeshlagen: Bei den
    vorherrschenden „Hirnederln“ kommts wirklich noch so weit.
    Das gilt für beide Bruderstaaten.Ansonst eine äußerst
    erfinderische und lustige Idee.
    Beste Grüße
    Heinz Schmid, Österreich

  • ENZO

    Toll Ihr Vorschlag,Sollte man bei uns auch einführen mit Zusatz:
    First Pickerl gilt keine Geschwindigkeitsbegrenzung!!!!
    Da werden die Gutmenschen überall aufheulen…

  • Sigi

    leider wurde vergessen zu erwähnen, dass das First-Pickerl nur in Deutschland gültig ist. Im benachbarten Ausland – vor allem in A – gilt für „Nichteinheimische“ ein generelles Rechtsfahrgebot :-)

  • Rolf Mathauser

    Ganz so abwegig ist der Vorschlag nicht. Vor einigen Jahrzehnten gab es in Italien eine vom Hubraum des Fahrzeugs abhängige Geschwindigkeitsbeschränkung. Deshalb die zusätzliche Anregung: das Pickerl sollte an Hubraum und PS-Zahl gekoppelt sein. Nachdem das sog. Infotainment offenbar unverzichtbar geworden ist, fehlt in den Fahrzeugen nur noch ein integrierter Drucker, der Strafzettel sofort und an Ort uns Stelle ausdruckt. Bezahlt werden kann dann sofort vom Handy, oder vom auf den Fahrzeugrechner geladenen Guthaben. Insofern kann man den Initatoren der Maut nur noch „Gute Besserung“ wünschen!

  • Mimoserich

    …wobei First Tickets nur von Fahrern mit deutschen Autos > 200 PS gelöst werden dürfen, die mindestens 3 Punkte in Flensburg haben. Wir wollen ganz links schliesslich nur die Elite sehen!

    • Marcus

      Zum Brüllen!

    • Das sollte selbstverständlich sein. Wir danken für den Input. Generell dürfen Fahrzeuge erst ab 140 PS auf die deutsche Autobahn.

      Die Hersteller könnten, je nach Leistung des Motors, außerdem unterschiedlich farbige Scheinwerfer verbauen.

      Angenommen jemand fährt einen 431 PS BMW M4, dann bekommt der eben rote scheinwerfer. Bekommt man dann die Lichthupe von roten Scheinwerfern, ist das für den langsam fahrenden gleichbedeutend mit einem Strafmandat wegen Verkehrsbehinderung.

      Fährt der Schnelle aber nur einen VW mit sagen wir… 240 PS… bekommt er grüne Scheinwerfer. Eine Lichthupe von grünen Scheinwerfern hätte nur eine Abmahnung zur Folge.

      Alles über 550 PS bekommt James-Bond-Gewehrläufe statt Scheinwerfer.

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