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Der Weltmeister war im Gym

Edelfahrer, Autosammler und Gutverdiener aufgepasst: Der R8 kommt als extrem sportliche und limitierte Sonderedition Audi R8 GT.

05.05.2010 Online Redaktion

Es ist ja nicht so, dass der Audi R8 ein Lulu ist. Im Gegenteil. Audi hat seinerzeit quasi aus dem Stand heraus ein Sportwagen der Superlative kreiert. Nur geht eben immer noch ein Schäufelchen mehr. Image durch Exklusivität sozusagen. Um diese einmal in Zahlen zu gießen: vom R8 GT werden nur 333 Stück produziert. Welchen davon man ergattert hat, kann man von einer Plakette am Schaltknauf ablesen.

Der GT wurde mit dem bekannten 5,2-Liter V10-Sauger ausgestattet, der auf 560 PS gepusht wurde. Wenn alles, aber wirklich alles passt, passiert der Spurt von Null auf 100 in 3,6 Sekunden, auf 200 in 10,8 Sekunden, bei 320 km/h wäre dann Schluss mit der Beschleunigung. Portioniert wird die Kraft von einer Sechsgang-Automatik, der R tronic. Wer will kann auch selbst schalten – über Wippen am Lenkrad oder per manuellem Schalttunnel. Der permanente Allradantrieb quattro ist obligat.

Mehr Arbeit als die Leistungssteigerung hatten die Ingenieure mit der Gewichtsreduzierung. Der GT wiegt exakt 100 Kilogramm weniger als sein Serienpendant – 1525 Kilogramm (Verteilung 43:57). Das entspricht einem Leistungsgewicht von 3,7 Kilogramm pro PS. Wie schon beim „normalen“ R8 besteht der Motorrahmen aus Magnesium, die Aluminium-Karosserie wiegt 210 Kilogramm. Um Gewicht zu sparen baut die Windschutzscheibe dünner. Die Trennscheibe zwischen Passagierzelle und Motorraum besteht aus Polycarbonat. In Kombination bringen diese beiden Details neun Kilogramm.

Weitere überarbeitete Teile samt Gewichtsersparnis:
Neuer Heckflügel: -1,2 Kilogramm
Heckklappe aus Kohlefaser-verstärktem Kunststoff: -6,6 Kilogramm
Überarbeiteter Heckstoßfänger: -5,2 Kilogramm
Neue Sideblades: -1,5 Kilogramm
Bremskraftverstärker: -1,0 Kilogramm
Aluminium-Töpfe der Bremsscheiben: -4,0 Kilogramm
Batterie: -9,4 Kilogramm
Luftansaugung: -2,3 Kilogramm
Dämmmaterial: -2,8 Kilogramm

Dazu kommen neue Bodenteppiche, Schalensitze aus Glasfaser-verstärktem Kunststoff, leichter Stahl für die Endrohre.

Optisch reichten wenige Retuschen. Schließlich sorgen schon die aerodynamischen Änderungen für genug Abgrenzung zum Serien-R8. Die Sideblades (leiten Luft zum Motor) sind aus Carbon, aus dem gleichen Material sind die verkleinerten Außenspiegel. Genauso wie der feststehende Heckflügel. Der vergrößerte Diffusor besteht aus Kohlefaser-Verbundmaterial.

Der Audi R8 GT beginnt bei 227.400,– Euro (inkl. Nova und MwSt). Die Auslieferung beginnt Anfang 2011.

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  • Maxi Hopf

    Zu diesem Auto kann man nur eines sagen: WUNDERSCHÖN!

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