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Flucht nach vorn im neuen Porsche 911 Turbo

Der neue Porsche 911 Turbo: Die Palastrevolution ist in vollem Gange. Von unten greift der Cayman GT4 an, von links die turbogeladenen Carreras und irgendwo aus der Ferne zucken die Hybrid- und Elektro-Blitze. Was also tun, Turbo?

01.12.2015 asphaltfrage

Eh klar, mit dem neuen Porsche 911 Turbo wird die Flucht nach vorne angetreten. Sollen sie ihn doch erst einmal kriegen, die Gernegroßen! Exakt zwanzig PS legen die beiden Spitzen der Elfer-Baureihe drauf, 540 PS demnach für den Turbo und arge 580 PS beim Turbo S. Möglich macht das eine neue Gestaltung der Einlasskanäle, neue Einspritzdüsen und einer höherer Kraftstoffdruck. Am Turbo S haben sie außerdem den Turbolader gleich ganz neu konstruiert und ihn dabei auch noch ein Stück größer gemacht. Schließlich muss man Reserven haben, wenn man auf der Flucht ist.

Porsche 911 Turbo – über das Ziel hinaus geschossen

Dass sie bei Porsche vielleicht ein bisserl über’s Ziel hinaus geschossen sind, zeigt der Blick in die technischen Daten. Mit 2,9 Sekunden notiert der Turbo S für den Paradesprint. Nicht nur genug um die hauseigenen Konkurrenz zu panieren, nein, es werden gleich noch Lamborghini Aventador LP700 und Ferrari F12berlinetta vollstreckt. In der Spitze holen die italienischen Supersportler den Turbo dann zwar wieder, 330km/h sind aber dennoch ein Wort. Und ein dutzend Kilo pro Stunde mehr, als es der Vorgänger schaffte. Im kleinen Turbo sind es bloß 320 in der Spitze, man sollte also vielleicht einem S im Windschatten folgen, dann sollte es sich auch auf der Autobahn ohne große Peinlichkeiten ausgehen.

Porsche 911 Turbo S MY2017
© Bild: Werk

Kein Turboloch

Wer ins Winkelwerk abbiegt, braucht ebenfalls keine Angst vor der Niederlage zu haben, denn der Neue verschenkt keinen Meter mehr im tiefen Turboloch, sondern marschiert dank der neuen Dynamic Boost-Funktion verzögerungsfrei aus den Ecken. Wie das? Sie sperren einfach die Drossel nicht mehr zu. Beim kurzen Gaslupfen versiegt einfach nur die Kraftstoffquelle, während Kolben weiter fröhlich ansaugen und die Luft zu den Ladern schaufeln dürfen. Im Sport- und ganz besonders im Sport Plus-Modus wird das System richtig arg, sagen sie in Stuttgart.

Schaltet die Systeme auf extra scharf!

Die Qual der Auswahl. Zum Glück hat es den Pole-Position-Taster. Überhaupt, unglaublich, was es auch sonst an Wahlmöglichkeiten hat. Die Schleuder-, Stabilitäts- und Spaßkontrolle PSM kann nun analog zu neuen Carrera nicht nur digital an und ausgeschaltet werden, nein, nun gibt es auch für den Turbo den Sport-Modus in dem das Zügel gelockert, der Drift eingeleitet und der Einschlag dennoch verhindert wird. Weiters wäre der Sport Response-Knopf am Lenkrad, der in Zusammenarbeit mit dem serienmäßigen Sport Chrono-Paket alle Systeme auf extra scharf schaltet. Kickdown zum Drücken quasi, für diejenigen, die beim genussvollen Cruisen mit offenem Fenster und wallendem Haar im Komfort-Modus plötzlich vom herannahenden Ferrari überrascht werden.

Porsche 911 Turbo MY 2016
© Bild: Werk

Wie fährt es sich im neuen Porsche 911 Turbo?

Und du wirst überrascht werden, weil der neue Porsche 911 Turbo eine wahre Sänfte ist. Er bietet mit einem stark überarbeiteten PASM-Fahrwerk noch mehr Komfort als auch schon, die aktive Wankunterdrückung PDCC soll ebenfalls sensibler arbeiten. Noch dazu musst du nicht mal mehr zum Tanken aussteigen, weil sie den Verbrauch um mehr als einen halben Liter gesenkt haben wollen. Kaum mehr als derer neun reichen für 100 Kilometer. Das ist aber auch gut so, schließlich notiert den Turbo S im Grundpreis bereits weit jenseits der 200.000 Euro.

Markteinführung und Preise* des neuen Porsche 911 Turbo

Der neue Porsche 911 Turbo kommt in Österreich ab Ende Jänner 2016 zu folgenden Preisen auf den Markt:

  • 911 Turbo 213.393 Euro
  • 911 Turbo Cabriolet 230.806 Euro
  • 911 Turbo S 247.490 Euro
  • 911 Turbo S Cabriolet 265.251 Euro

*Unverbindliche, nicht kartellierte Richtpreise inkl. NoVA (ab 1.1.16), MwSt., inkl. länderspezifischer Ausstattung und Fracht. Stand: 1.12.15

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© Bild: Werk

Woran erkennt man den neuen Porsche 911 Turbo?

Erkennen kann man den neuen Porsche 911 Turbo im Übrigen auch. Der Felgenstern ist ein Stück verdreht im Vergleich zum Vorgänger, es gibt Rückleuchten mit eigener Aura (steht zumindest im Presseumdruck) und die Front wurde an den Look der Carreras angepasst. Natürlich nicht ohne Turbo-typisch dicker aufzutragen – so gibt es gleich zwei Tagfahrlichtstreifen pro Seite.

  • gta mandi

    Na wunderbar. Hab nur den 2016 911 der ja ein normaler 3,0 Liter Turbo ist.
    ( der „alte 911“ bj 2009 wurde behalten..nix mehr Eintauschen)( ende einer
    Ära… es folgt kein 911 mehr..)
    Und das ist jezt der 911 Turbo Turbo..
    Des ganze wird langsam lächerlich und ist nur noch ein Kaschperltheater.

    • Patrick

      Zuerst Denken, dann Lenken.

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