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Der neue Mitsubishi L200 in seinem Revier

Dieses Auto ist ein Tier. Der L200 kommt im Serientrimm an Orte, zu denen andere höchstens wandern.

23.09.2015 Online Redaktion

Natürlich wurde mit der Neuauflage des Mitsubishi L200 das PKW-hafte betont. Natürlich gibt es Ledersitze und Navigation und Rückfahrkamera. Natürlich hat sich die Marketing-Abteilung auch ein schönes Wort einfallen lassen, nämlich: Lifestyle-Truck.

Doch das ist schwacher Puder: Das hier ist ein Arbeitstier.

Nachdem wir einen Nachmittag lang steirische Wälder umgepflügt haben, können wir das bestätigen. Der Mitsubishi L200 kommt schon im Serientrimm (Original-Reifen!) durch wildes Gelände: 45° Seitenneigung, 50 Prozent Steigung, 70 Prozent Gefälle bittesehr. Die Eckdaten: 30 Grad Böschungswinkel vorne und hinten, 24 Grad Rampenwinkel und 195 mm Bodenfreiheit.

Es assistiert der Allrad-Antrieb mit Untersetzungsgetriebe, sperrbarem Mittel- und Hinterachsdifferenzial. Der Allrad wird über ein schmuckes Drehrad kalibriert: 2WD, Onroad-4WD, 4WD mittig gesperrt, 4WD gesperrt und untersetzt. Das Hinterachs-Differenzial hat einen separaten Knopf. Ein Tribut an die Ladefläche ist der hintere Überhang – im Konvoi wurden einige Anhängerkupplungen in den Waldboden gerammt.

An der Vorderachse sind die Räder nunmehr einzeln aufhängt, hinten bleibt es bei der blattgefederten Starrachse, für maximale Verschränkung und Beladung. In Zahlen: Eine Tonne Zuladung, Anhängelast 3.100 Kilogramm.

Jenseits von Downsize: der Motor

Von klassischer Güte ist der Diesel-Motor: Der Alu-Motor mit variabler Turbinengeometrie ist eine völlige Neukonstruktion (und ein Unikum im Segment), es bleibt jedoch bei 2,4 Litern Hubraum. Das Drehmoment dankt: 380 Newtonmeter in der 154 PS-Version (113 kW), 430 Newtonmeter in der 181-PS-Version (133 kW). Neu ist, dass der Pick-Up auch an der Verbrauchsfront glänzt: 6,4 Liter stehen im Datenblatt. Und auch wenn man nun amtlich hat, was von Normverbräuchen zu halten ist: Es gibt eine Stopp/Start-Automatik für den Nicht-Wald und schon in der jüngeren Vergangenheit waren Mitsubishis sehr sparsam im Alltag (siehe hier und hier). Der Murl ist ausreichend laufruhig und ordentlich weggedämmt, man kann sich auch Autobahn-Etappen vorstellen.

Besonders stolz ist Mitsubishi auf den kleinsten Wendekreis im Segment (Radius 5,9 Meter) und auf die Schaltwippen der Automatik – laut Hersteller ein Novum in dieser Klasse.

  • Marko Weiß

    Der Pajero/L200 hat schon IMMER vorne Einzelradaufhängung.

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