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Jazz mal anders: der neue Honda HR-V

Honda bringt sein Kompakt-SUV HR-V in diesem Sommer nach Europa. Der Neuling hat das Zeug dazu, das Segment aufzumischen.

02.07.2015 Press Inform

Wer erinnert sich an den ersten Honda HR-V, vulgo „Joy Machine“? Vor vielen anderen kam Honda 1999 mit dem modischen SUV auf den Markt, Allrad gab es nur optional, das Design nahm die Proportionen eines Land Rover Evoque vorweg. Leider sorgte der Innenraum (Japan-Design der 90er) nicht für den nötigen Lifestyle-Kick, der HR-V verschwand nach einigen Jahren wieder von der Bildfläche. Die SUVs blieben. Und so nimmt Honda nun neuerdings Anlauf: Der neue HR-V verbindet die Dynamik eines Coupés mit der Praktikabilität eines Vans und der Robustheit eines SUVs.

Fahrerorientiert: Der Innenraum

Vom Coupé kommt die kecke Seitenlinie und der fesche Innenraum. Alle Instrumente und Anzeigen sind dem Fahrer zugeneigt. Für Unterhaltung und Navigation sorgt ein Touchscreen mit Android-Betriebssystem und einer Garmin Navigationseinheit. Darunter befinden sich die Einstellungen der Klimaanlage – auch ein Touchscreen. Als einziges Zugeständnis an den europäischen Markt enthält die Mittelkonsole Applikationen aus Klavierlack. Wieso man meint, mit diesem Detail Europäern eine Freude zu bereiten bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich sind die VW-Designer Schuld. Ansonsten entspricht die europäische Version dem Modell, das schon seit zwei Jahren auf japanischen und amerikanischen Straßen fährt. Man merkt: Der europäische Markt hat für den weltgrößten Motorenhersteller wenig Priorität.

2015 Honda HR-V
© Bild: Honda

Benzin oder Diesel?

Den neuen HR-V von Honda gibt es wahlweise mit einem 1.5-Liter Benziner oder dem bekannten 1,6-Liter-Dieselmotor. Den Zahlen nach ist der 1.5 i-VTEC Benzinmotor mit einer Leistung von 96 kW (130 PS) der Stärkere, hat aber nur ein maximales Drehmoment von 155 Nm. Das lässt er die Insassen spüren: Im Fahrbetrieb wirkt er überfordert. Selbst sanftes Cruisen ist nicht drin, dafür muss zu häufig geschalten werden. Und beim Beschleunigen heult der Motor, trotz der ansonsten guten Geräuschdämmung, laut auf. Alternativ gibt es ein CVT-Getriebe, das sieben Schaltstufen simuliert.

2015 Honda HR-V
© Bild: Honda

Wer zum Selbstzünder greift, fährt am Handicap des Benziners links vorbei: Der Dieselmotor ist aus Civic und CR-V bekannt und beliebt, er bietet mit 300 Nm ausreichend Drehmoment zum Überholen und Beschleunigen. Der Motor leistet 88 kW (120 PS) und beschleunigt den HR-V in 10 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 192 km/h, der Normverbrauch bei 4,0 Litern. Unauffällig: die Geräuschentwicklung.

Platz und Variabilität

Das Van-hafte des Honda HR-V sitzt in der hinteren Wagenhälfte: Der Kofferraum ist mit 453 Litern riesig für die Fahrzeugklasse. Der Kraftstofftank unter den Vordersitzen schafft Platz für Hondas „Magic Seats“, bekannt aus dem Jazz und dem Civic. Werden die Lehnen flachgelegt, entstehen über 1200 Liter Kofferraum, alternativ können die Sitzflächen hochgeklappt werden, um Palmen und Fahrräder einzuladen. Damit nicht genug: Wird zusätzlich der Beifahrersitz umgeklappt, können Gegenstände mit einer Länge von 244 cm transportiert werden. Der Honda HR-V ist variabel wie kein anderes Kompakt-SUV, nur der Fahrersitz ist nicht disponibel. Wer öfters Personen transportiert, sei unbesorgt: Die Dachlinie folgt nicht der Fensterlinie, auch auf der Rückbank sind die Platzverhältnisse würdig.

2015 Honda HR-V
© Bild: Honda

Neben der serienmäßigen Sicherheitsausstattung mit Front-, Seiten und Vorhangairbags offeriert Honda ein Kollisionswarnsystem, einen Spurhalteassistenten und ein automatisches Fernlicht. Eine Verkehrszeichenerkennung ist mit der sogenannten „intelligenten“ Geschwindigkeitsregelanlage kombiniert und eine Berganfahrhilfe gibt es zusammen mit der elektrischen Parkbremse. Der Marktstart erfolgt in Kürze.

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