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Der mit der Rekordrunde

Ferrari zeigt in Peking sein neuestes Hochleistungsgerät. Streng limitiert und artgerecht nur auf der Rennstrecke zu bewegen.

13.04.2010 Online Redaktion

Geld allein macht nicht glücklich. Selbst wenn es rund 300.000 Euro wären, die für den neuen 599 GTO reichen könnten. Man muss auch zu den Auserwählten 599 Käufern gehören, die einen erwerben dürfen. Wir reden hier schließlich von einem Ferrari, was ja durchaus eine Investition in die Zukunft sein kann. Ein 250 GTO aus dem Jahr 1962 (wurde nur 39 Mal gebaut) brachte bei einer Versteigerung angeblich 28,5 Millionen Dollar ein. So viel dazu.

Nun aber zur Technik. Unter der Haube arbeitet ein 5.999 Kubikzentimeter großer V12 mit 670 PS und 620 Newtonmeter. Der wuchtete den 599 GTO innerhalb von 1’24’’ über die Testrennstrecke in Fiorano. Weil das letztlich das einzige gültige Eichmaß für die Jungs in Maranello ist, gilt der 599 GTO damit als schnellster Ferrari mit Straßenzulassung aller Zeiten.

Auf Tempo 100 ist man nach 3,35 Sekunde (bei Ferrari legt man Wert auf die zweite Stelle hinter dem Komma und es sei ihnen gegönnt, „3,4“ klingt ja fast etwas banal), die Höchstgeschwindigkeit gibt Ferrari mit 335 km/h an. Eine Vielzahl an Leichtbauelementen ist obligat,  zusätzlich wurden Scheiben und Alubauteile dünner. Fahrfertig wiegt der Supersportler 1605 Kilogramm, was 2,2 Kilo pro PS entspricht. Für den Alltag ist er nicht gedacht, weswegen der Verbrauchswert von durchschnittlich 17,5 Liter (411 Gramm CO2) nur theoretischen Wert besitzt.

GTO steht übrigens für Gran Turismo Omologato, also straßenzulassungstauglicher Sportwagen. Kein Wunder. Der 599 GTO basiert auf dem Rennwagen 599XX. Und für dessen Zulassung verlangt die internationale Motorsportbehörde eine Pickerl-taugliche Variante. Glück für die 599 Auserwählten. Die bekommen ein automatisiertes Sechsganggetriebe aus der Formel eins, das einen Gangwechsel in nur 60 Millisekunden vollführt, und einen virtuellen Race-Ingeneer, der beredt über den Zustand des Fahrzeugs Auskunft gibt. Fahrwerk, Öl, Reifen und die gefahrenen Zeiten werden unter anderem durchgegeben.

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    Freilich sind, für das durchschnittliche Gespräch an der Tankstelle zwischen Fabia-10-Euro-Nachfüller und Vectra-H7-Birndl-Käufer, die sinnlose Werksangabe für den Sprint auf Tempo 100 und die Nennleistung des Motors relevant aber irgendwo zwischen Wollen und Können unterscheiden sich heute die Supersportler an Hand der Achslast v e r t e i l u n g. Schade, dass darüber nix zu Lesen steht …

  • Hmm, schaut iwie aus als hätte ihn ein größenwahnsinniger Tuner in die Finger bekommen…nicht das was mir gefällt. Aber der 599 ist eh nicht so meins.

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