Aston Martin Virage Exterieur Dynamisch Heck Seite
Kommt geschlossen und als Cabrio "Volante".
 

Der goldene Mittelweg

20 PS nach oben und unten machen für den Aston Martin Virage den Unterschied

17.03.2011 Online Redaktion

Rein optisch arbeitet Aston Martin nach der Modern Talking-Methode: Aus einem Hit mach sieben. Und weil das so ist, muss man zweimal hinschauen, um einmal zu erkennen, dass der Virage, zwischen DB9 und DBS eingereiht, und nicht einer der beiden ist (oder überhaupt ein anderer, One-77 ausgenommen).

Der DB9 (477 PS) also neigt mehr zur komfortablen Seite hin, der DBS (517 PS) zur knochensportlichen, dazwischen sah Aston Martin genug Breite, um noch ein Modell hineinzuverorten: mit 497 PS aus zwölf Zylindern (in Summe mit sechs Litern Hubraum) leistungsmäßig punktgenau in die Mitte gestellt.

Aston Martin Virage Exterieur Statisch Front

Der Virage bremst serienmäßig mit Carbon-Keramik-Scheiben und sortiert die Gänge mit einer ZF-Sechsgangautomatik (Schaltpaddles am Lenkrad lederbezogen). Im Sportmodus wird schneller geschaltet, die Gaspedalkennlinie verändert sich und das adaptive Fahrwerk wird straffer. Überhaupt lässt das Fahrwerk zehn verschiedene Einstellungen zu, von relativ komfortabel bis ziemlich sportlich.

Das serienmäßige Audiosystem hat 700 Watt, das Auto  ist in 4,6 Sekunden auf Hundert, insgesamt knapp 300 km/h schnell und wird noch heuer mindestens 200.000 Euro kosten. Bestellbar ist er übrigens schon. Auch die Cabrioversion mit der Bezeichnung „Volante“.

Der Virage kann als Neuauflage verstanden werden. Bis Mitte 2000 wurde sein gleichnamiger  Vorgänger schon mal gefertigt. Der letzte Bericht über ihn stammt von David Saretz (4/99):

„Und seit langem, also seit 1990, als der Virage vorgestellt wurde, tut sich wieder Neuer. Wenn auch als Reminiszenz: Der 40-Jahre-Jubiläums-Virage (LeMans-Sieg 1959, Hill und Slavadori) sieht aus wie Mantatuners Traum, hat aber dank V8 Doppelkompressor 355 bzw. 612 PS, was ihn zum wirklich schnellen Tempotier macht, 320 km/h schnell. Das eigentlich Sensationelle ist aber Aston Martins Beitritt in den exklusiven Klub der Zwölfzylinder. Das neue Triebwerk, mit Geldern von Ford und aktivem Know-How von Cosworth entwicklt, hat sechs Liter Hubraum, rasselt mit 48 Ventilen und hebt rund 54 Kilogramm auf einer Meterlatte; die 540 Newtonmeter entfalten sich bei 5.000 Touren, liegen aber zu 80 Prozent bei erhöhtem Standgas (1500 Touren) an.“

Mehr zum Thema
pixel