Datsun 240 Z Exterieur Front dynamisch Zeitmaschine 1969
Astreine Linien, ausgewogene Proportionen, zeitlos
 

Datsun 240 Z: Der Sprung nach vorn

Dann kam der Rächer in Gestalt eines genialen Sportcoupés. Er ritt im Zeichen des Z.

11.08.2010 Autorevue Magazin

Albrecht Graf Goertz war ein Ästhet. Und er war vor ­allem ein Sturschädel. 1962 entschloss sich der Designer auf einer Silvesterparty in New York kurzerhand in ­Japan zu arbeiten. Der 48-jährige Deutsche und Wahl-Amerikaner hatte bis dahin einen verschlungenen Lebensweg, vor ­allem aber eine schillernde Karriere hinter sich gebracht. So riss er 1955 mit seinem bildschönen 507 Roadster BMW aus der Nachkriegs­lethargie.

Zuvor hatte er sich bei Studebaker ­unter dem amerikanischen Design-Papst Raymond Loewy, auf dessen Konto etwa die Cola-Flasche oder die Lucky-Strike-­Packung gehen, seine Meriten verdient. Nach zwei Jahren schmiss der Graf hin und peppte Schreibmaschinen, Kühltruhen oder Feuerzeuge optisch auf. „Immer nur Autos machen ist langweilig.“ Bis zum Jahr 1962, als sich Goertz kurzerhand in ein Flugzeug nach Japan setzte – um sich von allen Herstellern eine Absage zu holen. Nur nicht bei der Nissan Motorcompany.

Das 1933 gegründete Unternehmen war das Produkt mehrerer Fusionen. Eine Mitgift war die Automarke Datsun (das Dat bezieht sich auf die Initialen der Firmengründer, das -sun auf die glücksverheißende Sonne, die über den Produkten schweben sollte. Zuvor hießen die Modelle Dat-SON, also Sohn des Dat, ein Name, der am Heimmarkt jedoch nicht sonderlich gut ankam, bedeutet doch „Son“ im Japanischen nichts anderes als „Ruin“ oder „Verlust“.)

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