Das ist MARTY, der autonom driftende DeLorean

Forscher an der Stanford Universität haben einen selbst-driftenden Elektro-DeLorean namens MARTY gebaut – „wir leben wirklich in der Zukunft“

22.10.2015 Online Redaktion

Der „Zurück in die Zukunft„-Tag ist vorbei. Vielleicht meint ihr, ihr hättet eine kleine Pause von den Zeitreisen, verrückten Professoren, Erfindungen, Hoverboards und Co verdient – aber diesen DeLorean müssen wir euch einfach noch zeigen. Er kann zwar nicht fliegen oder durch die Zeit reisen – dafür aber vollständig autonom und elektrisch driften.

Forschungsfahrzeug mit Stil

Der autonom driftende DeLorean trägt den passenden Namen MARTY („Multiple Actuator Research Test bed for Yaw control“) und wurde von Wissenschaftlern an der kalifornischen Stanford University entwickelt. MARTY ist natürlich nicht nur (aber auch) eine Hommage an die „Zurück in die Zukunft“-Filmreihe, sondern soll zudem die Forschung im Bereich der autonomen Mobilität vorantreiben. Wie auch ein Laie sofort erkennt war die erste Frage, die sich die Forscher gestellt haben: „Wenn man ein autonomes, elektrisches Forschungsfahrzeug baut – warum dann nicht eines mit Stil?“

marty delorean
© Bild: David Bush / Stanford

Ein 1982er DeLorean als High Tech-Vehikel

Also besorgten sich Stanford-Professor Chris Gerdes und seine Studenten einen 1981er DeLorean und packten ihn mit modernster Technik voll. Der DeLorean wurde mit einem Elektroantrieb ausgestattet und ist in der Lage, selbständig „präzise und stabil zu driften, damit untersucht werden kann, wie sich Autos in extremen Situationen verhalten“.

Autonome Autos sollen so gut werden wie die besten Drift-Profis

Die Forscher versprechen sich aus ihrer Arbeit mit MARTY Erkenntnisse darüber, wie die Sicherheit autonom fahrender Autos auch in Situationen mit verringerter Fahrstabilität gewährleistet werden kann. „Wenn man einem Profi beim Driften zusieht hat man immer den Eindruck, dass die Person das Auto präzise kontrollieren kann – obwohl der Unterschied zu „normalem“ Fahren in dieser Situation so groß ist“, erklärt Jonathan Goh, ein an dem Projekt beteiligter Student, den Grundgedanken hinter MARTY. „Gas und Lenkung müssen sehr rasch koordiniert werden, damit das Auto nicht ins Schleudern kommt oder man die Kontrolle verliert. Autonome Autos müssen sich diese Fähigkeiten ebenfalls aneignen, damit sie wirklich so gut sind wie die besten Fahrer da draußen.“

Mhhh, Donuts – und sie werden serviert!

Neben seinem Wert für die Forschung verfügt MARTY aber auch über einen ziemlich großen Unterhaltungsfaktor – auch auf einer ganz primitiven, unwissenschaftlichen, „yeaaah Donuts!“-Ebene. Es handelte sich immerhin um einen selbst-driftenden DeLorean!! Dieser Vorteil bleibt natürlich auch den Studenten nicht verborgen: „In einem DeLorean zu fahren, der perfekte, qualmende Donuts ganz von alleine macht ist eine verrückte Erfahrung, die einem verdeutlicht, dass wir wirklich in der Zukunft leben“, so Goh. Wir wünschen dem Team viel Erfolg bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit – und sind wirklich nur ganz ein kleines Bisschen neidisch.

pixel