Das ist mal ein Facelift: Der Fiat Dobló 1.6 Multijet Kombi

Die zweite generation des Fiat Dobló aus dem Jahre 2010 wird heuer von einem hübscheren, größeren und bequemeren Modell abgelöst.

04.02.2015 Press Inform

Die aktuelle Generation des Fiat Dobló ist seit 2010 auf dem Markt. Rund 1,4 Millionen Stück hat Fiat seit der Markteinführung vor fünfzehn Jahren weltweit vom Dobló verkauft. Die meisten davon dienen als Kastenwagen für Handel, Handwerk und Gewerbe. Aber schon seit der zweiten Generation des kleinen Italieners versucht Fiat, mit einer Kombi-Version auch bei Familien und freizeitorientierten Lifestylern zu punkten. Vor allem auf sie zielt nun das gründliche Facelift ab.

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Außen wie Innen geliftet

Optisch hat sich durchaus einiges getan – außen wie innen. Statt des eher schmalen Kühlergrills verfügt der neue Dobló über ein sehr viel breiteres „Gesicht“. Der Lufteinlass zieht sich jetzt bis unter die Frontscheinwerfer links und rechts. Angeboten wird der nach wie vor in der Türkei gebaute Dobló mit zwei verschiedenen Längen und wahlweise auch mit Hochdach. Der Innenraum ist nun klarer und übersichtlicher geworden, ohne an Flexibilität eingebüßt zu haben.

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Viel Platz im neuen Dobló

Zu den großen Pluspunkten des Dobló zählt das riesige Platzangebot. Vorne haben selbst größere Passagiere kein Problem. Der Zustieg in die zweite Reihe ist dank der hinteren Schiebetüren rechts und links sehr bequem. Der Dachhimmel liegt so weit oben, dass er an manchen Tagen fast schon in den Wolken verschwindet. Wer will, der kann sich mit dem optionalen Hochdach zusätzliche 27 Zentimeter Kopfraum verschaffen. Die reichlichen Fensterflächen im Hochdach sorgen zusätzlich noch für einen hellen und luftigen Innenraum. Staufächer und Ablagen hat auch der überarbeitete Dobló zahlreich an Bord: 23 addiert das Fiat-Datenblatt zusammen.

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Handwerklich rustikal

Handwerklich rustikal geht es innen auch beim Kombi zu, wenn es um die verbauten Materialien geht: Hartplastik rundum, Filz an Dachhimmel. Der Vorteil: Die Flächen lassen sich relativ einfach sauber halten. Der Nachteil: Manche Teile – wie etwa die Türverkleidungen – verkratzen ziemlich schnell. Die Bedienung ist einfach, die Instrumente übersichtlich. Allerdings sind die Rundinstrumente für Drehzahl und vor allem die Geschwindigkeit arg klein geraten und mitunter schwer zu entziffern. Die Vordersitze lassen sich weit zurück schieben, selbst dann ist in der zweiten Reihe noch akzeptabel Platz für die Knie. Weniger akzeptabel fallen die kurze Sitzauflage aus. Zudem bieten die Sitze sowohl vorne wie hinten wenig Seitenhalt.

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Bis zu 3200 Liter Fassungsvermögen

Üppig fällt der Laderaum aus – egal, ob in der Kurz- oder der Langversion. Bei fünf Sitzen kommen 790 Liter Fassungsvermögen zusammen, bei umgeklappter Rückbank bis zu 3.200 Liter, respektive 4.000 Liter in der Langversion. Beladen geht einfach: Die riesige Heckklappe schwingt weit nach oben, die Ladekante ist niedrig und schließt bündig mit dem Boden des Gepäckraums ab. Bei Bedarf lässt sich der Laderaum in zwei Ebenen unterteilen.

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Fahrkomfort: Check

Für ordentlichen Fahrkomfort sorgt eine aufwendige Einzelradaufhängung an der Hinterachse. Die Federung funktioniert entsprechend gelassen und weitgehend ohne ungehaltenes Poltern selbst auf schlechten Straßen. Auch der Geräuschpegel bleibt im Innenraum selbst bei höheren Geschwindigkeiten im Rahmen – da hat Fiat offensichtlich einiges an zusätzlichem Dämmstoff investiert. Mit 4,4 Metern ist der Dobló in etwa so lang wie ein Audi A3 Sportback – nur deutlich übersichtlicher. Entsprechend problemlos kann man ihn durch den Stadtverkehr kutschieren.

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„Knackige“ Schaltung, gefühllose Lenkung

Wie bei Fiat üblich ist die Lenkung zwar zu gefühllos und zu leichtgängig – aber in der Stadt hilft es eher beim Rangieren. Auf der Autobahn sind jedoch immer wieder Lenkkorrekturen nötig. Zur leichten Lenkung trägt da allerdings auch die Empfindlichkeit für Seitenwind das ihre bei – auch der neue Dobló bietet an den Seiten nun mal reichlich Angriffsfläche. Zu den Pluspunkten des Dobló gehört auch die 6-Gang-Handschaltung. Sie knackig zu nennen wäre wegen der langen Schaltwege zwar geschönt – aber sie lässt sich präzise und ohne Hakeln bedienen.

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