VW New Beetle II Exterieur Statisch Front
Feinfühligere Designsprache beim Wiederaufgreifen alter Formen.
 

Das große Krabbeln

VW New Beetle II – Flower-Power-Remake.

18.04.2011 Autorevue Magazin

Wie VW für die große Wiederauferstehung im Jahr 1998 die Marketing-Maschinerie angeworfen hatte, war ja wirklich bemerkenswert. Eine Beetle-Mania hat man herbeigeredet und konzernstrategisch unterfüttert mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Aufgegangen ist die Saat nur in den USA, wo man die cartoonhafte Zeichnung des New Beetle freudig umarmt hat. In Europa war der Erfolg eher verhalten. Nach einer Million verkaufter Zweite-Generation-Käfer ließ VW im Vorjahr in den USA mit einer Final Edition das Modell auslaufen.

Nach einer kleinen Pause, die über das Nachdenken einer Weiterführung Auskunft gibt, läuft nun das Remake des New Beetle an. Und dass sein Erfolg wirklich in globalen Dimensionen stattfinden soll, zeigt die Tatsache, dass er zeitgleich in China, Europa und Amerika präsentiert wird. VW hat beim neuen Käfer nun die stilistische Ur-Form subtiler herausgearbeitet und ihm das optisch Überparfümierte abgewischt. Die strenge Ineinander-Schachtelung von drei Halbkreisen wurde aufgelöst.

VW New Beetle II Interieur

Das „neue Original“ (VW) ist jetzt niedriger (-12 mm), breiter (+84 mm) und länger (+152 mm). Vor allem durch die Streckung hat seine Form das Kugelige verloren, das Heck schaut nun dem alten Käfer ähnlicher, der optische Schwerpunkt liegt auf der C-Säule. In die Radausnehmungen passen nun Reifen bis 19 Zoll und für die schnellen Käfer (TSI mit 160 und 200 PS) gibt es einen Heckspoiler.

Sparsamkeit ist aber eine der neuen Haupttugenden: In Europa kommen Benziner mit Turboaufladung und Direkteinspritzung (zu den obrigen noch einer mit 106 PS) und zwei Common-Rail-Dieselmotoren mit 105 und 140 PS, die im Schnitt mit 4,3 bzw. 4,9 l/100 km auskommen.

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