Nissan Crossover Juke Qashqai Murano
Dem Qashqai ließ Nissan die meisten Änderungen angedeihen.
 

Das Cross wird overarbeitet

Nissan feilt an seiner Crossover-Palette um Juke, Murano und Qashqai.

14.11.2011 Online Redaktion

Qashqai:

Nissan Crossover Juke Qashqai Murano


Beim Qashqai liegt Nissan etwas hinter dem Zeitplan. Seit kurzem ersetzt ein 1,6 dCi-Motor den 2,0 Liter Diesel. Downsizing ist angesagt. Aber erst mit Anfang 2012 gibt es den Motor serienmäßig auch mit Start-Stopp-System. Grund dafür ist die Katastrophe in Japan. Wegen des Erdbebens konnte einige elektronische Teile nicht geliefert werden.

Ein Problem, das der Vergangenheit angehört. Der neue 1,6-Liter Diesel stemmt 130 PS und 320 Newtonmeter auf die Achse, womit man dem größeren Aggregat aus dynamischer Sicht keine Träne nachweint. Gut gemacht. Damit konnte auch der CO2-Ausstoß von 155 Gramm pro Kilometer auf 119 Gramm gedrückt werden. Oder in tankstellenrelevanten Zahlen: Statt 5,9 Liter pro 100 Kilometer werden laut MVEG-Zyklus nur noch 4,1 Liter fällig.

Erreicht wurde diese Verbrauchssenkung durch eine bedarfsgerecht operierende Ölpumpe, ein raffiniertes Thermomanagement zur schnelleren Erwärmung, Energierückgewinnung beim Bremsen, gekühlte Niederdruck-Abgasrückführung, variable Drallsteuerung und eben besagtes Start/Stopp-System.

Ebenfalls neu ist der Around View Monitor (AVM), der, aus vier Mikrokameras ­gespeist, die Ansicht von oben zeigt, womit fürs Einparken und langsame Fahren theoretisch nicht mehr aus dem Fenster geschaut werden muss.

Juke:

Nissan Crossover Juke Qashqai Murano


Beim Juke halten sich die Änderungen etwas in Grenzen. Die Getriebe für die beiden bekannten Motoren, der 1,5-Liter-Diesel und der 1,6-Liter-Saugbenziner, wurden neu abgestimmt, wodurch sich auf dem Papier eine Senkung des CO2-Ausstoßes  ausgeht. Der Juke mit 1,5-Liter-Diesel-Motor und Sechsgang-Schaltgetriebe stößt damit nur noch 129 Gramm pro Kilometer aus (vorher 134). Beim 1,6-Liter-Saugbenziner sind es noch 139 statt 147 Gramm.

Hier kannibalisiert sich das Crossover-Programm von Nissan ein wenig. Der Juke ist zwar rund hundert Kilogramm leichter als der Qashqai, der verbraucht aber trotz stärkerem Motor weniger. Grund hierfür ist das fehlende Start-Stopp-System im Juke. Ob und wann diese Technik im Juke nachgerüstet wird ist noch offen.

Ganz nebenbei wurde die Produktion des Allrad-Juke nach Sunderland verlegt, wo auch schon die frontgetriebene Variante vom Band lief. Der Grund dafür ist die überraschend hohe Nachfrage in Westeuropa. 60 Prozent aller Juke-Kunden kommen von hier.

Murano:

Nissan Crossover Juke Qashqai Murano


Neue Heckleuchten, neue Felgen, neues Leder. Sonst gibt es an dieser Stelle wenig zu vermelden.

Allen Modellen gemein – sofern man sie sich für die Allradvariante entschied – ist das überarbeitete 4×4 AllMode-System. Das System kann die Kraft nicht mehr nur zwischen den beiden Achsen, sondern auch zwischen den Hinterrädern variabel verteilen. Dabei bekommt das kurvenäußere Rad mehr Drehmoment, um Untersteuern zu vermeiden.

So funktioniert der AllMode-Antrieb von Nissan:

Hier gibt es einen intimen Einblick in den neuen 1,6 dCi-Motor:


Das Kamera-System soll einen Rundumblick garantieren und die Beulen minimieren:

Der Nissan Juke für das Jahr 2012:

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