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Zetsche: "Unser Plan geht Schritt für Schritt auf"
 

Daimler will 2014 mit neuen Modellen und Sparprogramm punkten

Daimler blickt „mit Zuversicht auf das Jahr 2014 und die Folgejahre“ – Resultate des Sparprogramms machen „Appetit auf mehr“

06.02.2014 APA

Daimler setzt für 2014 große Hoffnungen in seine Modelloffensive und das Sparprogramm. „Unser Plan geht Schritt für Schritt auf. Auf der Basis dessen, was wir im Jahr 2013 eingeleitet haben, können wir mit Zuversicht auf das Jahr 2014 und die Folgejahre blicken“, so Konzernchef Dieter Zetsche am Donnerstag in Stuttgart.

Daimlers Sparprogramm trägt Früchte

Um die Rendite im Pkw-Geschäft nach oben zu treiben und damit zur Konkurrenz von BMW und Audi aufzuschließen, soll ein milliardenschweres Sparprogramm helfen. Zetsche verwies auf die ersten Resultate des neuen Kurses. Im vierten Quartal stieg der operative Gewinn sprunghaft um 45 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro an. Dies mache „Appetit auf mehr“, sagte der Daimler-Chef.

Gewinn sank 2013 um 3 Prozent

Im Gesamtjahr 2013 sank der um Sondereffekte bereinigte Gewinn jedoch zum zweiten Mal in Folge und lag mit 7,9 Mrd. Euro drei Prozent unter dem Vorjahreswert, übertraf aber die Schätzungen der Analysten. Grund für den Rückgang waren gestiegene Kosten für Entwicklung und Bau neuer Modelle. Auch die Euro-Stärke dämpfte das Ergebnis.

„Zahlen gut, Ausblick gut, alles gut“

Vor allem dank des Extragewinns von 3,2 Mrd. Euro aus dem Verkauf seiner restlichen Anteile am Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen 2013 um 23 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro. Das Geld soll größtenteils in neue Modelle gesteckt werden. Die Dividende will Zetsche leicht anheben auf 2,25 Euro pro Aktie, nach 2,20 Euro im Vorjahr. An der Börse schoss die Daimler-Aktie zu Handelsbeginn um rund vier Prozent nach oben und setzte sich damit an die Spitze im Dax. „Zahlen gut, Ausblick gut, alles gut“, sagte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler.

Absatz soll 2014 deutlich steigen

Für 2014 stellte Zetsche einen deutlichen Anstieg des Konzernabsatzes in Aussicht. 2013 verkauften die Schwaben insgesamt 2,35 Millionen Autos, Lastwagen, Vans und Busse – soviel wie nie zuvor – und erzielten damit einen Rekordumsatz von knapp 118 Mrd. Euro. Die Pkw-Sparte steigerte die Verkaufszahlen um acht Prozent auf 1,565 Millionen Wagen. Im weltgrößten Automarkt China, wo Mercedes in der Vergangenheit unter hausgemachten Problemen litt, liefen die Geschäfte zuletzt besser.

Daimler will bis 2020 wieder größter Premiumhersteller werden

Daimler, lange Zeit unangefochten der größte Premiumhersteller weltweit, war in den vergangenen Jahren von BMW und Audi überholt worden. Zetsche hat zur Aufholjagd geblasen: Bis 2020 wollen die Stuttgarter den Thron zurückerobern. Das wollen sie mit einem guten Dutzend neuer Modelle und noch mehr neu aufgelegten Baureihen in diesem Jahrzehnt erreichen. Zugleich soll vom Umsatz deutlich mehr Gewinn hängen bleiben. Der Konzern bekräftigte sein Ziel einer Rendite von insgesamt neun Prozent und im Kerngeschäft Pkw von zehn Prozent. Viele Analysten bezweifeln allerdings, dass dieses Ziel realistisch ist. 2013 sank die Rendite in der Sparte Mercedes-Benz Cars von 7,1 auf 6,2 Prozent, da die weniger profitablen Kompaktwagen einen höheren Anteil am Absatz hatten. Die Konkurrenz aus München und Ingolstadt hat noch keine Zahlen für 2013 vorgelegt; zuletzt waren die Stuttgarter hier deutlich abgeschlagen.

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