Edel an der Basis: den Metalliclack trägt der Stepway in Serie, ...
 

Testbericht: Dacia Sandero Stepway 1,6 MPI

Hochstehendes vom untersten Ende der Preisliste. Immerhin liegen auch im Alltag Abenteuer am Weg.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Die familieninterne Marktsituation inklusive August: 1949 verkaufte Sanderos zu 1354 Logans. Der Dacia Sandero hat den Logan in der Publikumsgunst also locker überholt, was im Fall der Logan Limousine (eher designfreies Design, keine umlegbaren Rücksitze) verständlich ist. Beim Logan Kombi ist das Überholen damit erklärbar, dass der Sandero nicht sofort als Dacia erkennbar und kein Transporter ist, sondern ein gefälliger, imagebefreiter Kleinwagen in der ausgewogenen Mitte des Segments.

Beim Stepway kommt jetzt auch ein bisserl Abenteuer dazu, was – nachzuschlagen beim VW CrossPolo – gerne genommen wird von einer nennenswerten Zahl von Autofahrern, um eine vernünftige Wahl an den Rändern spannender zu gestalten.

Beim Sandero Stepway kommen also hinzu: Um 2 cm höhere Bodenfreiheit (jetzt 175 mm), Radkastenverbrämung aus robustem Kunststoff, Stoßstangen in Abenteuerlust-Optik mit Unterfahrschutz, Dachreling, kein Allradantrieb. Der ist auch gar nicht nötig, zumal der Sandero Stepway eher Alltag denn Abenteuerurlaub transportieren wird. Es bleibt also beim Frontantrieb und den beiden saftigsten Motoren der Sandero-Palette: 1,6-l-Benziner mit 87 PS, 1,5-l-dCi mit 68 PS. Wir fuhren den Benziner, der das deutlich günstigere Angebot stellt: Mit 10.490 Euro unterbietet er den Diesel um 1.640 Euro, um die man beim Benziner die Aufpreisliste durchspielen kann. Auch dank günstiger Paketpreise derzeit: E-Paket (Fensterheber vorne, Fernbedienung für die Zentralverriegelung € 327,–) plus Cool & MP3 Sound-Paket (€ 373,–) plus Lederlenkrad (€ 144,–), der Metallic-Lack ist beim Stepway ungefragt dabei.

Beim Fahren zeigt sich der Stepway weitgehend unauffällig und unerschütterlich in seiner Substanz, also solide und knarzfrei, klassenüblich talentiert beim Sitzumlegen (wenngleich mit unüblich hoher Ladekante), ausreichend flott motorisiert, mit gut und nur leicht indifferent schaltbarem Fünfgang-Getriebe. Dass er für sportliches Kurvenwerfen etwas zu weich ist, lernt man auf rumpeligen Straßen wieder zu schätzen, und dass er bei Materialien und Ausstattung etwas knausert, versucht er erst gar nicht zu verstecken.

Der Aufpreis für die Stepway-Goodies ist aus den Preislisten aller Sanderos kaum rauszurechnen, weil die Ausstattungen differieren: Der normale Sandero Laureate mit gleichem Motor ist lediglich 200 Euro günstiger, kommt aber ohne Metallic-Lack, dafür mit Seitenairbags und Gurtstraffern vorne, die beim Stepway gar nicht zu haben sind.

Somit liegt einer der eindeutigen Vorteile des Sandero Stepway in der höheren Sitzposition, für die man sich nicht in ein feistes (und sehr deutlich teureres) SUV kleiden muss.

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