Dacia Lodgy Modellvorstellung Test Fahrbericht Van
Zeitlos: Auch das Design scheint haltbar.
 

Vorstellung: Dacia Lodgy

Man kann auf zwei Arten reich werden, nämlich durch Sparen oder durch Geldverdienen. Hier die Variante meistes Auto fürs wenigste Geld.

02.07.2012 Autorevue Magazin

Inzwischen lächelt niemand mehr über Dacia. Spätestens seit sich das Kompakt-SUV Duster wie warme Semmeln verkauft, scheint die Hemmschwelle nach unten gebrochen zu sein. Preisgünstiges Auto mit mittlerweile erwiesener tadelloser Qualität. Was spricht da noch dagegen? Wenn alle überall sparen, ­warum nicht auch beim Auto und nicht auch ich oder wir?

Dacia Lodgy also: Er gehört zu den Kompaktvans, eine Klasse, in deren Mittelpunkt der VW Touran steht, die preislich und größenmäßig nach oben durch den Opel ­Zafira Tourer begrenzt ist, während am unteren Ende der Preis- und Größenskala siebensitzige Lieferwagen-Derivate warten (Fiat Doblò etc.). Der Lodgy versucht den Spagat zwischen Lieferwagen-Preis und vollwertiger Kompaktvan-Leistung.

Und dieser gelingt ihm bravourös. Wir müssen allerdings anmerken, dass das Einstiegs-Preiskampf-Modell für schamlose 9.990 Euro auch tatsächlich völlig nackt ist, nämlich ausschließlich mit dem Schlüsselbart zu öffnen, was ausstattungsmäßig einer Zeitreise um rund ein Vierteljahrhundert rückwärts nahe kommt. Am anderen Ende der Preisliste hingegen, und das wirkt auch nicht ab­gehoben, also bei rund 15.000 Euro, wird man schon ganz nett mit Komfort umschmeichelt, und zwar siebensitzig. Geradeheraus gesagt: Zum Preis eines vier Jahre alten VW ­Touran oder Opel Zafira kann man sich einen nagelneuen Dacia Lodgy in der Lieblingsfarbe aussuchen, dann legt man noch 450 Euro drauf und hat sogar ein eingebautes Navi ab Werk.

Bevor uns die rosa Brille blind macht: Der 83-PS-Benzinmotor ist nicht mehr der jüngste (NoVA 8 %), wird aber im Herbst durch ein frisches 115-PS-Turbo-Aggregat er­setzt. Die meisten werden aber ohnehin einen Diesel im Auge haben, und hier stehen zwei vorbildlich sparsame und ­saubere Aggregate zur Wahl: 90 PS mit NoVA 4 % und 107 PS mit NoVA 5 %.

Die ersten Fahreindrücke lassen ein sorgfältig zusammengeschraubtes Auto erwarten. Die Servolenkung ist zwar noch hydraulisch, aber was soll’s, ­sie funktioniert besser als so manch elektrische. Ob der ­Wagen auch unter Ausnutzung seiner sieben Plätze nicht in die Knie geht, werden wir wohl noch eigens und ausführlich testen müssen.

Den Dacia Lodgy gibt es auch als Rennversion:

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