dacia dokker laureate tce 115 front
 

Testbericht: Dacia Dokker Laureate TCe 115

Wenn ein Konzern zwei ähnlich proportionierte Autos anbietet, dann muss eines so aussehen wie dieses. Und: Herein mit drei Kubikmetern!

10.09.2013 Autorevue Magazin

Die Schnalle der Fondtür schaut aus wie zufällig hin­gepickt, und insgesamt wirken manche Stylingdetails etwas patschert arrangiert. Es darf aber Vorsatz vermutet werden – irgendwie muss Renault den Abstand zwischen Dacia Dokker und Renault Kangoo wahren, beim Ausmessen des Laderaumes nämlich gibt’s keinen: Drei Kubikmetern beim Dokker stehen 2,6 beim Kangoo gegenüber, keine üppige Entscheidungsgrundlage.

Der Preis schon eher: Der günstigste Dokker kostet 9.990 Euro, da ist noch lange kein Kangoo (ab 19.350 Euro) in Sicht, aber auch noch kein, ­sagen wir, zeitgemäßes Ausstattungsniveau beim Dokker. Das gibt’s erst mit dem Ausstattungslevel Laureate, serienmäßig mit allen anderen ­Motoren. Zum Beispiel mit dem neuen 1,2-l-Turbo-Vierzylinder, dem zweiten Benziner im Programm und ab 12.890 Euro wohlfeil. Auch wenn dann zur Vergleichbarkeit noch Klimaanlage, Radio und etliche Komfortfeatures addiert werden wollen: Mehr Ladevolumen um weniger Geld als beim Dokker ist sonst nur bei reinen Nutzfahrzeugen zu haben, und der moderne Motor beschleunigt das ganze Auto mitten in die Neuzeit. 114 PS sind ein beruhigender Wert, die 190 Nm liegen schon bei 2000 U/min bereit. Selbst der stärkere Diesel liegt nur 10 Nm drüber, was den Downsizing-Benziner zum empfehlenswertesten Motor der Dokker-Palette macht, sofern man ein bisserl Mehrverbrauch im Dienst der Laufkultur tolerieren mag. Aus den theoretischen 6,2 l/100 km macht die Realität nämlich 7,8, klingt immer noch nach Gegenwart. Das Fünfgang-Getriebe nimmer ganz, aber durch die gute Abstufung fehlt der sechste Gang eher unauffällig.

 dacia dokker laureate tce 115 innenraum

DAS SIND ARMATUREN. Viel mehr
ist darüber nicht zu sagen, außer: ­Gegen Aufpreis sind auch Klima und Navi ­dabei.

Die hintere Hälfte des Dokker ist natürlich vollinhaltlich dem Nutzwert verpflichtet. Der kann in Personenbeförderung bestehen (drei luftige Sitzplätze bieten gut Platz) oder in Transport von Sperrigem – alles andere würde den Dokker unterfordern. Die Fondsitze sind geteilt klappbar, die Materialen pflegeleicht, und zwei Hecktüren sind praktischer als eine riesige Heckklappe, solange es nicht regnet.

Kritik der Frontpassagiere: Das Dach-Ablagefach ist so niedrig montiert, dass groß Gewachsene noch einen Grund mehr sehen, keinen Auffahrunfall erleiden zu wollen.

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  • weber

    Tolles Auto zu super Preis. Da können die anderen nicht mit. Sogar mit Extras wie Klima, Alu, metallic und Sitzheizung kommt man erst auf ca. 15.000.-. Und der Motor schlägt sogar die Konkurrenz. Ein hubraumkleiner Turbo spart auch Geld und die Fahrwerte (11,1 Sek. auf 100 und 180 Höchstgeschwindigkeit) können sich sehen lassen oder besser gesagt lasen die Konkurrenz alt aussehen.

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