Maybach Xenatec Coupé stat VoLi
5,7 Meter Karosserie-Länge stellen verdecken bei Bedarf sogar einen Bentley Brooklands
 

CL XL

Die deutsche Autoschmiede Xenatec baut den Maybach 57S zum Coupé um.

20.10.2010 Online Redaktion

Auch acht Jahre nach Produktionsbeginn ist das Luxuslabel Maybach nicht so recht in Schwung gekommen, man munkelt, ob es für die Limousinen überhaupt ein Nachfolgemodell geben wird. Das Problem: der Maybach sieht zu sehr nach einer aufgedröselten Mercedes S-Klasse aus, wir kennen das Problem auch von VW Phaeton und Passat.

Ob die neue Variation hier Abhilfe schafft, erscheint fraglich, sieht das Coupé einem Mercedes CL doch frappant ähnlich, besonders wenn man sich von der Seite nähert. Und auch die Unterschiede zum Viertürer sind überschaubar, auch wenn der gesamte Aufbau überarbeitet werden musste, wie man betont. Herausgekommen sind jedenfalls mächtige 5,7 Meter Auto (womit sich doch ein Respektabstand von fast 70 Zentimetern zum CL ergibt) mit ebenso mächtigen 605 Litern Kofferraum und zwei Türen, deren Scheiben von lästigen Rahmen befreit wurden. Um die Proportionen zu erhalten, sind 20″-Felgen serienmäßig, gegen Aufpreis gibt’s auch 21″.

Und mehr. Weil eigentlich gibt’s gegen Aufpreis so ziemlich alles, was sich der geneigte Kunde nur vorstellen kann, schließlich wird jedes Fahrzeug individuell an den Käufer angepasst, von der Granatenpanzerung bis zum elektrisch ausfahrbaren Hundenapf ist alles möglich. Es versteht sich, dass der Spaß nicht ganz billig ist, schon ein normaler Maybach 57S parkt jenseits der € 500.000,-, für das handgefertigte Coupé werden netto (!) mindestens € 675.000,- fällig, was den Österreich-Preis schon beinah auf Augenhöhe mit einem Bugatti Veyron bringt: € 939.600,- (ohne Hundenapf).

Die Technik blieb unangetastet, es bleibt also beim V12 mit sechs Litern Hubraum, 612 PS und 1000 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 275 km/h und wer sich für den Durchschnittsverbrauch interessiert: 16,4 Liter werden angegeben, damit gibt der 110-Liter-Tank immerhin 670 Kilometer Reichweite her. Den exklusiven Selbstfahrern wird’s egal sein, ein nicht unbeachtlicher Teil der Kundschaft wird sich das Öl eh aus eigener Produktion besorgen: in den vereinigten arabischen Emiraten seien die deutschen Fabrikate bislang ja nicht ganz so unbeliebt.

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