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2,7 Millionen Autos betroffen
 

Chrysler startet Rückrufaktion

Druck der US-Verkehrssicherheitsbehörde wurde zu groß

19.06.2013 APA

 

Chrysler wird dem Druck der US-Verkehrssicherheitsbehörde nachgeben und somit einen der größten Rückrufe der Vereinigten Staaten starten. Die Behörde NHTSA hatte von dem Hersteller verlangt, insgesamt 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty unter die Lupe zu nehmen. Die Beamten fürchten, dass der Tank bersten und ein Feuer entstehen könnte, wenn die Geländewagen von hinten gerammt werden. Die NTHSA zählte bis zurück ins Jahr 1996 Dutzende derartige Unfälle auf mit 51 Todesopfern.

„Visuelle Inspektion“ soll Auskunft geben

Konzernchef Sergio Marchionne hatte noch vor zwei Wochen einen Rückruf vehement abgelehnt. Die Fiat-Tochterfirma teilte nun am Dienstag mit, die betroffenen Wagen einer „visuellen Inspektion“ zu unterziehen und gegebenenfalls die hintere Struktur zu verstärken, um die bei einem Auffahrunfall auftretenden Kräfte besser in den Griff zu bekommen. Der Hersteller bestand aber weiter darauf, dass „diese Fahrzeuge nicht defekt sind und zu den sichersten ihrer Klasse gehören“. Der Fall habe jedoch Bedenken bei den Kunden geweckt, hieß es.

Tank bei rückwärtigen Unfällen gefärdet

Die fraglichen Autos sind der Jeep Grand Cherokee der Modelljahre 1993 bis 2004 sowie der kleinere Jeep Liberty aus den Jahren 2002 bis 2007. Bei diesen Fahrzeugen sitzt der Tank hinter statt vor der Hinterachse. Durch diese Konstruktion sei der Tank verwundbarer für rückwärtige Crashs, schrieben die Experten der Behörde Anfang Juni in einem Brief an Chrysler. Nach Angaben des Center for Auto Safety gehört der Rückruf zu den 20 größten des Landes.

 

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