Der Chrysler Konzernchef Sergio Marchionne
Chrysler Konzernchef Sergio Marchionne & ein Jeep
 

Chrysler droht millionenfacher Jeep-Rückruf

US-Behörde: Bei Auffahrunfall besteht Feuergefahr

06.06.2013 APA

 

2,7 Millionen Jeeps betroffen

Chrysler stellt sich bei einem von der US-Verkehrssicherheitsbehörde geforderten Jeep-Rückruf quer. Geht es nach den staatlichen Aufsehern von der NHTSA, müsste der Autobauer 2,7 Millionen Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zurückrufen. Die Behörde sieht bei einem rückwärtigen Auffahrunfall eine Feuergefahr vom Tank ausgehen.

Die Autos seien sicher, versicherte der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Hersteller am Dienstag am Sitz in Auburn Hills nahe Detroit. Die von der NHTSA angeführten Vorfälle seien höchst selten. Im Gegenteil gehörten die beiden Geländewagen-Typen zu den sichersten Fahrzeugen ihrer Zeit. Beim Grand Cherokee geht es um die Modelljahre 1993 bis 2004 und beim kleineren Liberty um 2002 bis 2007.

Chrysler nicht einsichtig

Das Unternehmen bürgt für die Qualität seiner Fahrzeuge“, erklärte Konzernchef Sergio Marchionne. Chryslers Standpunkt in der Sache sei eindeutig, hieß es in der Stellungnahme weiter. Dass sich ein Hersteller derart gegen die NHTSA stellt, ist eher selten. Spätestens seit dem millionenfachen Rückruf von Toyota wegen klemmender Gaspedale fürchten die Firmen einen Imageschaden.

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