Logos von Chrysler und Fiat
Fiat will seinen Anteil weiter aufstocken.
 

Chrysler Börsengang im Dezember vorstellbar

Der drittgrößte Autobauer der USA will noch im Dezember den Börsengang wagen, einige Analysten bewerten Chrysler mit rund zehn Milliarden Dollar.

21.11.2013 APA

Die Fiat-Tochter Chrysler strebt nach Insiderinformationen zu schließen noch im Dezember den Börsengang an. Chrysler habe zu dem Zweck vier weitere börsenbegleitende Banken angeheuert. Der Verkaufspreis für die Aktien könne damit im Dezember festgelegt werden.

Fiat will Anteile aufstocken

Spätestens dann werde auch der Streit zwischen Fiat und dem Gewerkschaftsfonds Veba gelöst, der noch 41,5 Prozent an Chrysler hält. Fiat will seinen Anteil aufstocken und mit der Chrysler-Verschmelzung zum siebtgrößten Autobauer der Welt aufsteigen. Die Italiener konnten sich mit Veba bisher aber nicht auf einen Preis einigen.

Zehn Milliarden Dollar wert

Einige Analysten bewerten Chrysler mit rund zehn Milliarden Dollar. Den Antrag zum Börsengang hatte Chrysler im September eingereicht, die zeitliche Abfolge der weiteren Schritte aber offen gelassen. Fiat war 2009 nach der von der US-Regierung abgesicherten Blitz-Insolvenz Chryslers bei dem Detroiter Traditionsunternehmen eingestiegen und hatte seine Beteiligung dann auf inzwischen 58,5 Prozent aufgestockt.

Unterstützung von Veba

Veba hatte Chrysler unterstützt, indem der Fonds Schulden von Chrysler in eine Beteiligung umwandelte, die ihm die restlichen Anteile einbrachte. Für den Börsengang verpflichtete Chrysler den Insidern zufolge jetzt die Banken Barclays, Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS. Die Federführung haben JPMorgan und Bank of America.

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