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Vorstellung: Chevrolet Spark

Wer hat behauptet, dass sich beim Einstieg in die Automobilwelt nicht ein bisschen Spaß ausgeht?

01.02.2010 Autorevue Magazin

Der Chevy Spark taucht als Ablöse des Matiz mitten im A-Segment auf, der kleinsten Klasse also, genau dort, wo das Autofahren beginnt. Und die ist vorwiegend humorlos. Hier regieren die Kostenrechner, und meist geht sich neben ­einer Mindestanforderung an Praktikabilität nicht viel fürs Herz aus.
Diese These widerlegt der Spark auf ganz simple Weise. Durch das ambitionierte Spiel mit Lichtkanten und fröhlichen Formen hebt er sich zumindest wohltuend von der Masse der gesichtslosen Kleinwagen ab, ohne gleichzeitig seine Pflichten zu vernach­lässigen. So gibt es ihn ausschließlich als praktischen Fünftürer, der im Innenraum trotz seiner geringen Außenmaße ein brauchbares Platz­angebot bietet – wo freilich die Höhe auch mithilft.
Der Kofferraum ist mit 170 Litern zwar nicht üppig, lässt sich aber durch die 60:40 geteilt umlegbare Rückenlehne auf achtbare 568 Liter erweitern. Der Fahrer wird über eine witzige, rollerhafte Armatureneinheit über die Befindlichkeiten des Fahrzustandes informiert, der Rest des Armaturenbretts ist herkömmlich gestaltet und intuitiv bedienbar. Zwar dominiert knarzfrei verarbeitetes Hartplastik den Innenraum, doch wäre es vermessen, hier den Einstiegspreis mit schlanken neun Tausendern außer Acht zu lassen. Wer Freude haben möchte, legt aber besser noch einen drauf: Sechs Airbags sind zwar immer Serie, erst ab der Plus-Ausstattung gibt es Klima und Radio.
Bei der Technik ist man dann doch bescheidenen Werten verpflichtet: Zur Auswahl stehen zwei Benziner mit 68 und 81 PS, wobei beide gerne ordentlich gedreht werden wollen, um überland weiterzukommen. Für die Stadt reicht’s allemal. Ähnliches gilt für das Fahrwerk: Sicher und bequem abgestimmt (ESP gibt es in den billigen Versionen nur gegen Aufpreis!) und unauffällig, ­Innovationen sucht man besser woanders.

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