Chevrolet Orlando Dynamisch Exterieur Front Seite
Talente gibt es genug.
 

Vorstellung: Chevrolet Orlando

Chevrolet will bei den gerade wieder in Mode kommenden Kompaktvans mitmischen.

24.01.2011 Autorevue Magazin

Der erste Rundgang um den Orlando hinterlässt einen ein wenig ratlos, was gewiss nicht negativ verstanden werden soll. Die Einordnung fällt schwer. Von der Größe her ist er am ehesten mit Grand ­Scénic, Grand C-Max und Touran vergleichbar, dazu wird allerdings eine leicht ­martialische Offroad-Mimik serviert.

Kann man den kleineren PT-Cruiser-Klon HHR noch klar der US-Schule zuordnen, fühlt sich der Orlando durch und durch europäisch an. Er baut auf der Cruze- (also auch Astra)-Plattform auf, was sich angenehm im Fahrverhalten bemerkbar macht. Der Spagat zwischen Komfort und Knackigkeit ist gut gelungen, verglichen mit den pomadigen Lenkungen früherer Tage wirkt diese geradezu gefühlsecht.

Der 140-PS-Benziner bleibt unauffällig, dennoch fehlt uns ein bissl die Vorstellungskraft, voll beladen Autobahnsteigungen zu erklimmen, ist doch die Beschleunigung eher milde. Besser können das die laufruhigen Diesel (130 oder 163 PS) – dem üppigen Drehmoment sei Dank. Für die Bequemen: Die starke Version gibt es auch mit Sechsstufenautomatik.

Das Interieur erinnert stark an neuere Opel, was als Kompliment verstanden werden darf. Ablagen finden sich allerorts – clever ist das Fach hinter der Audio-Blende, in dem man seinen iPod sichtgeschützt unterbringen kann. Die Paradedisziplin ist natürlich das Platzangebot: Der Chevy kommt serienmäßig als Siebensitzer, wobei die letzte Reihe aufgrund der Kopffreiheit etwas eng geschnitten ist. Der Zustieg geht dank der wickelbaren zweiten Reihe problemlos. Sind alle Sitze umgelegt, ergibt sich eine ebene Ladefläche. Schade: Durch das Offroadstyling ist die Ladekante recht hoch geraten.

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