chevrolet malibu ltz 2012 vorne
Der Clou von Filou Malibu
 

Testbericht: Chevrolet Malibu 2,4 AT LTZ

Kann alles, tut es auch, aber immer ein wenig anders als die Konkurrenz. So viel Raffinesse hätte man einem Amerikaner gar nicht zugetraut.

10.04.2014 Online Redaktion

So gut, pfiffig und neu dieser Chevrolet Malibu auch sein mag, er ist ein Underdog. Und wird es immer bleiben. Wir sind uns selbst der beste Zeuge, und der Punkt „Die Konkurrenz“ aus den Shortcuts dient als Beweis: Wann haben Sie eine ­dieser Limousinen zuletzt im Straßenverkehr gesehen? Wenn ja: Hatte das Auto einen Benzinmotor? Eher nein – hierzulande eine exotische Kombination.

Außerdem können sich die genannten Autos nicht entscheiden, ob sie sich nun von unten ins Premiumsegment schleichen oder von oben auf die Mittelklasse blicken wollen.

Chevrolet Malibu LTZ: Ein Underdog

Der Chevrolet Malibu ­zelebriert diesen Zwiespalt geradezu. Denn „LTZ“ bedeutet bei Chevrolet „Vollausstattung“. Die Aufpreisliste ist lediglich drei Positionen lang: Navi, ­Metallic-Lack, Garantieverlängerung. Alles andere ist inklusive: Lederausstattung, Xenonscheinwerfer, 18-Zöller.

Das kann aber auch die Konkurrenz. Und so hat sich Chevrolet etwas einfallen lassen. Beispiel Soundsystem. Auf Knöpferl und Schalter verzichtet das Auto. Stattdessen wurde der Touchscreen mit einer berührungsempfindlichen ­Fläche umrandet. Stilvoll. Auch wenn man oft zweimal drücken muss, bis das ­System es einmal verstanden hat. Braucht man eine Ablage, drückt man einen kleinen Riegel unterhalb des Displays und der ganze Monitor fährt hoch. Dahinter ist dann Platz für ein Handy, eine Brille oder was man sonst im Auto vergessen will.

chevrolet malibu ltz 2012 innen cockpit

UNARTIG ANDERSARTIG Hier und da hat man die Designer ihren Spieltrieb ausleben lassen. Juhu.

Andersartig: Wippschalter und blaues Licht

Auch der manuelle Gangwechsel – so man überhaupt selber schalten will – wurde anders gelöst. Statt Paddles oder einer eigenen Schaltgasse gibt es einen Wippschalter oben auf dem Schaltknüppel. Links runter, rechts rauf.

Sogar optisch gibt es einen Clou. Im Innenraum spannt sich über die gesamte Breite ein schmaler Bogen, der im Dunklen sanft blau leuchtet.

Schade nur, dass man nicht ewig sitzen bleiben kann, um diese Raffinessen zu bewundern. Klar, der Malibu gibt sich keine Blöße. Wie könnte er auch mit 167 PS und 225 Newtonmeter. Nur die Akustik stört. Braucht man Leistung, kreischt der Malibu vor Anstrengung. Würde man den Beifahrer bitten, die Leistung zu schätzen, er würde deutlich weniger tippen. Vor allem ­wegen der Lautstärke. Als ­Fahrer gibt man anfangs zu wenig Gas. Weil man im Glauben fährt, gleich kommt die Achterbahn. Aber sie kommt nicht.

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