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Vorstellung: Chevrolet Cruze

Fesch verpackte Kampfansage ans Establishment.

01.05.2009 Autorevue Magazin

Keine andere Marke als Chevrolet kann fröhliche Lebenszeichen im Moment mehr brauchen – und hier ist eines, ein recht deutliches sogar.

Der Cruze lässt jedenfalls die Ödnis früheren Korea-Designs wie eine Larvenhaut hinter sich, es entschlüpft eine fesche, mehrheitstaugliche Limousine, größenmäßig an der Kippe zur Mittelklasse, die sich sogar ein paar hübsche Akzente traut. Der große, vom Chevy-Wahrzeichen Bow-Tie dominierte Kühlergrill, die nach hinten spitz zulaufenden Scheinwerfer und die bogenförmige Seitenlinie geben der Form ungeahnte Kraft, Wiedererkennbarkeit und Wertigkeit. Respekt. Die neue Frische schlägt bis in den Innenraum durch, hier unterstützt von soliden Materialien und ergonomisch angerichteten Bedienelementen. Die Sitze, früher öfter Anlass zur Kritik, sind üppig dimensioniert und gut ausgeformt.

Auch technisch ist der Cruze ganz vorne dabei: Der Koreaner baut bereits auf der Plattform des im Herbst kommenden Opel Astra auf, was alleine eine gute Grundlage für das Ausblenden früherer Vorurteile ist. Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, und doch mangelt es nicht an Feedback, erstmalig bringt auch die Lenkung Präzision mit. Wobei: Von der Fahrmaschine sind wir noch ein gutes Stück weg, was auch den unaufregenden Motoren geschuldet ist: Zur Auswahl stehen ein 1,6-l-Benziner mit 113 PS, ein 1,8-Liter mit 140 PS sowie ein 150 PS starker Turbodiesel, von dem sich eine 125-PS-Version bereits in der Pipeline befindet. Grundsätzlich brave Technik, wer besondere Innovationen sucht, wird sich anderswo besser aufgehoben fühlen. Das interessanteste Argument für den Cruze bleibt ohnehin sein Preis. Für die Einstiegsversion stehen 16.900 Euro auf dem Preiszettel, und da sind bereits die wichtigsten Goodies (8 Airbags, Klima, ESP) an Bord.

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