Chevrolet Corvette Stingray 2014
Der Rechenfehler liegt nicht bei mir, sondern bei General Motors.
 

Heimsuchung

Über was in den Staaten gesprochen wird: Chevrolet Corvette Stingray 2014. Und zwar immer und immer wieder.

09.07.2013 Online Redaktion

Seit die neue Chevrolet Corvette Stingray 2014 angekündigt wurde überschlagen sich hierzulande die Autozeitschriften. Ob zu Recht oder Unrecht wird das Auto beweisen müssen. Die Chevrolet Corvette ist, das bin ich bereit zuzugeben, mehr als nur ein Auto. Wäre Chevrolet konsequent, sie würden das Auto ausschließlich in red-white-and-blue Lackierung anbieten.

Chevrolet selbst möchte diese Welle am Rollen halten. Kaum verebbt der Hype ein wenig, kommen neue Details. Wenn überhaupt. Als es nach der Ankündigung still wurde, schoss die Firma erste Bilder der echten Corvette ins Netz. Fakten gab es dazu keine. Die kamen dann, wie kleine Goldnuggets.

Eine günstigere Basis-Variante sei für 2015 geplant (Februar).
Die Z51 wird 40 Kilogramm schwerer sein als der Vorgänger (Mai).
455 PS stecken im 6,2 Liter V8 (Ende Mai).
Von null auf hundert in 3,8 Sekunden (Juni).

Chevrolet Corvette Stingray 2014 im Euro-Match

Jetzt also: der Verbrauch. Auf dem Highway kommt die Z51 mit 8,1 Litern auf hundert Kilometern aus – also 29 Miles per Gallon. Jetzt beginnt das große Vergleichen. Als großer Gegner der Corvette wird der Audi R8 V8 (430 PS) ausgemacht. Und siehe da: nur 20 Miles per Gallon (also etwa 11,8 Liter). Selbst Porsche kommt mit dem 911 Carrera S hierzulande nur auf 27 MPG (8,7 Liter).

Weil ich es oft gefragt werde: Die Corvette mit den Fabelwerten kostet 51.200 Dollar. Der Audi R8 V8 116.000 und der Porsche 911 S runde 100.000 Dollar. Als ich die Europa-Preise für die Corvette gesehen habe, habe ich stundenlang Währungsrechner bemüht, um meinen Denkfehler zu verstehen, bis ich drauf gekommen bin, dass der Denkfehler nicht bei mir, sondern bei General Motors liegt.

Also entweder, Opel baut auf gleichem Preisniveau bald ein Schwestermodell zur Chevrolet Corvette Stingray 2014 oder aber General Motors lässt sich etwas einfallen, um den Preis irdisch zu halten. Ansonsten brauchen sie sich über das Opa-Image der Modelle nicht zu wundern. Mit einem Cruze verzaubert man die Jugend nicht.

Und wenn nicht bald die Z51 auf den Markt kommt, sondern wieder nur eine banale Pressemeldung, dann

God bless america.

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