Chevrolet Captiva Exterieur Dynamisch Front
Frisch überarbeitet vielleicht ein Renner. Vielleicht.
 

Vorstellung: Chevrolet Captiva

Der koreanische Vollwert-Autobahn-Gelände-Amerikaner.

30.03.2011 Autorevue Magazin

Der Chevrolet Captiva war bei seinem Erscheinen vor fünf Jahren eine echte Preiskampfansage, mittlerweile haben diesen Part andere übernommen, etwa der Dacia Duster. Und in Wirklichkeit ist das mit den Preisen ohnehin immer eher ein Schattenboxen, weil das Preiskampfmodell am untersten Ende dann meistens ein Ben­ziner ist, den in dieser Fahrzeugklasse fast niemand kauft, und Allradantrieb hat er üblicherweise auch keinen. Also kann man auch den Einstiegs-Captiva um knapp 25.000 Euro nicht ganz ernst nehmen und muss über den Daumen doch eher mit 30.000 Euro aufwärts rechnen, bis man halbwegs das hat, was man von einem Auto dieses Zuschnitts erwartet.

Damit befindet sich auch der Captiva mitten in der durchaus stolzen SUV-Welt. Er ist ganz in Ordnung, wenn auch kein Technologie-Leader, die Ausstattung ist bereits bei den günstigeren Varianten ­ansprechend. Billig ist trotzdem nichts, auch nicht in der Anmutung.

Abgesehen von optischen Retuschen an der Oberfläche außen wie innen, sind vor allem der neue 2,2-Liter-Dieselmotor zu erwähnen und der 3,0-Liter-V6. Den Diesel gibt es als praktisch identisches ­Aggregat in zwei Leistungs­stufen. Das Highlight ist der verstellbare Ventiltrieb, der
für eine günstige Leistungs-charakte­ristik und geringen Verbrauch bei guten Abgaswerten sorgen soll. Das extrem lang übersetzte Sechsganggetriebe dämpft allerdings ein wenig die erwartete Spritzigkeit.

Vorläufig ist der 163-PS-Diesel das schwächste Modell der Palette, was der einen oder anderen Kundschaft womöglich steuer- und versicherungstechnisch ein bissl Stress ver­ursachen könnte. Andererseits möchte man sich auch nichts Schwächeres mehr wünschen, wenn man daran einmal gewöhnt ist. Jedenfalls: Den kleinen Benziner gibt’s nur mit Frontantrieb, den V6 und den starken Diesel nur mit Allrad, beim schwächeren Diesel herrscht Wahlfreiheit.

Der neu gestaltete Innenraum wirkt tatsächlich um ­einiges hochwertiger als beim Vorgänger-Modell. Was allerdings bei unserer Testfahrt an einem sehr sonnigen Tag auffiel: Die frischen Kunststoff­teile dampfen schon recht unangenehm (zumindest in der Anfangsphase).

Auch der Zwillingsbruder, der Opel Antara, bekam ein Facelift spendiert:

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