Chevrolet Caprice Smallblock Downsizing Oldtimer 1977
So macht Downsizing Spaß.
 

Das wahre Downsizing

Downsizing, wie ich es mag. Eine Spritspar-Geschichte von Andreas Zechmann.

16.05.2012 User

Man liest ja jede Menge über den Trend und die großartige Idee des Downsizings. Nur so viel, die Geschichte des Downsizings ist schon eine recht alte. Es gab da mal eine Ölkrise zu der Zeit in der ich geboren wurde, das war 1975, und auch da beschlossen alle „downzusizen“.

Werfen wir mal einen Blick auf das was heute so alles passiert. Da werden wunderbare Zwölfzylinder zu Acht- oder Sechszylinder-Motoren reduziert, prächtig klingende Achtzylinder zu Sechszylinder und sonor klingende Sechszylinder werden zu zwangsbeatmeten Vierzylinder-Motörchen. Von Vierzylindern wage ich gar nicht zu schreiben. Die werden, wenn Es gut läuft, zu Dreizylindern (denen man immerhin ein wenig „Klang“ entlocken kann). Oder gar zu Zweizylindern. Die Hubraumthematik traue ich mich hier gar nicht anzusprechen.

Nun aber zum „wahren Downsizing“. Eigentlich hat alles schon mal in den 70ern stattgefunden und ich selbst darf mich glücklich schätzen solch ein Prachtexemplar des Downsizings mein Eigen zu nennen.

Das Vorgängermodell dieses Downsized-Modells, welches bis 1976 gebaut wurde, war ein ziemliches Trumm von einem Auto von 5,65 Meter Länge. Ab 1977 waren es nur noch 5,40 Meter. Was auch gleich 290 Kilogramm sparte.

Auch bei den Motoren hat sich einiges getan. Auch hier wurde im Zuge des Modellwechsels einiges an Hubraum reduziert. Immerhin blieben aber am unteren Ende ein Sechszylinder-Modell mit 4,1 Liter Hubraum übrig.

Ich selbst habe noch das Glück den größten noch erhältlichen sogenannten Small-Block V8 Motor zu fahren. Dessen Hubraum man am besten, ich komme aus der Weinviertelgegend, mit dem Volumen von acht Bouteillen angibt – oder international verständlich: 5,7 Liter (ja, heißt wirklich Small-Block und ja, Hubraum nicht Verbrauch).

Zumindest aus meiner Praxis kann ich sagen, dass sich der Verbrauch für ein 35 Jahre altes Auto mit auch für heutige Verhältnisse Vollausstattung in Grenzen hält. Immerhin schleppt man eine Servolenkung, Klimaautomatik (ja, KlimaAUTOMATIK), eine Dreigang-Automatik, vier elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, elektrisch verstellbares „Fahrersofa“ usw. herum.

Nach all der Begeisterung über die Ausstattung nun zum Verbrauch. Der reicht von vollbesetzt mit sechs Personen (drei vorne, drei hinten, dank durchgehender Bank) und Gepäck bei 150 km/h auf der Autobahn von zehn bis 17,5 Liter (Stadt/Land 60/40).

Auch 23 Liter habe ich schon erreicht, da war aber mein Fuß in der Stadt und in engen Gassen doch sehr schwer…

Und damit jetzt auch alle wissen wovon ich schreibe:

Es handelt sich um eine Chevrolet Caprice Baujahr 1977. Car of the Year 77 und das erste richtige Downsizing Modell. Mit solch einem „wahren“ Downsizing lässt es sich hervorragend leben.

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  • Ich kann mir nich vorstellen, dass alle Lichter dauerhaft brennen. Er wird den Warnblinker eingeschaltet haben und das entsprechend abgetimt haben.

  • Moritz Gessner

    Ach ich würde mich freuen den zu sehen, nur würde mich interessieren wie er das amerikanische Licht-Setup (legal) durchbekommen hat (mal angenommen das leuchtet alles dauerhaft). Schaut super aus…

  • Es ist eine Lesergeschichte, aber wir gehen davon aus. Was würde denn dagegen sprechen?

  • Moritz Gessner

    Ist der Chevy wie am Foto gezeigt zugelassen…?

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