Chevrolet Aveo dyn rechts
Der letzte Test-Aveo war ok,...
 

Testbericht: Chevrolet Aveo 1,3 Diesel

Erwachsenes Auto trifft auf einen erwachsenen Motor.

01.02.2012 Autorevue Magazin

Kurze Rückblende: Der Chevrolet Aveo wurde letztes Jahr überarbeitet, was besonders an der Front erkennbar ist, doppelte Rundscheinwerfer einbrachte und deutlich an Mitsubishis Jet-Fighter-Nose gemahnt. Die Crashtest-Ergenisse sind jetzt vorbildlich: Fünf Sterne gesamt, 95% Erwachsenen- und 87% Kindersicherheit, 87 % für die Assistenzsysteme, lediglich bei der Fußgängersicherheit ist mit 54 % noch Potenzial.

Der zuletzt getestete Aveo (in Autorevue 10/2011) gefiel rundum, hängte aber seinen eigenen Motor ab: Die Durchzugsschwäche des 86-PS-Benziners wollte lieber nicht dran denken lassen, dass auch eine 70-PS-Version verfügbar ist, sie war eine subtile Empfehlung für die Dieselmotoren. Beide haben 1,3 l Hubraum, der schwächere leistet 75 PS, und der stärkere von beiden ist jetzt verfügbar: Er liefert 95 PS und 210 Nm, ist ausschließlich in Topausstattung LTZ zu haben und mit 17.390 Euro der oberste Aveo in der Preisliste. Der Motor überzeugt perfekt durch Spritzigkeit und Drehfreude, selbst auf Autobahnsteigungen keimt nie der Verdacht von Langatmigkeit, das Sechsgang-Getriebe ist sauber schaltbar und gut abgestuft, 5,9 l/100 km im Schnitt sind allerdings von den 4,1 l MVEG-Verbrauch ein Stückerl entfernt. Auffällig sind allerdings das lange Vorglühen selbst an lediglich kühlen Tagen, der unüblich raue Motorlauf nach dem Kaltstart und das präsenteste Dieselgeräusch der jüngeren Testvergangenheit, selbst bei warmem Motor – fühlbarer Kontrast zum erwachsenen Fahrgefühl auch überland und den untadeligen Materialien im Innenraum.

Völlig untadelig ist auch die Serienausstattung, vieles davon ist selbst Klassen höher gerne noch mit Aufpreis versehen: Parksensoren hinten, Sitzheizung vorne, ESP, Berganfahrhilfe, Lederlenkrad, Tempomat, zweifach verstellbares Lederlenkrad, CD-Radio, USB, Alufelgen, Armlehnen vorne, Klimaanlage, Bordcomputer und Ablagefach unter dem Beifahrersitz sowieso. Zu diesem Ablagefach kommen übrigens noch fünf Fächer am Armaturenbrett und üppige in den vorderen Türen, die sogar große Getränkeflaschen fassen, da wurde ebenso viel mitgedacht wie bei der Gestaltung des Innenraumes.

Die Vordersitze sind bequem, die Kopfstützen ausreichend auch für groß Gewachsene, keine Selbstverständlichkeit bei koreanischen 4,04-Meter-Autos. Auch hinten reicht die Kopffreiheit perfekt, lediglich die Knie kollidieren mit den Vordersitzen, wenn man die Normlänge klar überschritten hat.

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