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Chairman W Kaiser V8: Wödklasse

109 Millionen werden für den SsangYoung Chairman W Kaiser V8 fällig. Koreanische Won. Dafür gibt’s dann viel Luxus für die Chefetage und starke Oberarme für den Chauffeur.

19.06.2016 Press Inform

Wer keine Allerwelts-Luxuslimousine fahren will, holt sich einen Chairman W Kaiser V8, und das am Besten in der „Summit Edition“. Der Name sagt schon alles: Das Ssangyong-Flaggschiff ist das Statussymbol der Konzernlenker, eben des Chairman, die zu einer Gipfelkonferenz (Summit) oder Vorstandssitzung unterwegs sind. Das „W“ im Namen steht dabei für nichts weniger als „World Class“. Die Kaiser-Edition ist die neueste Variante der Korea-S-Klasse. Was die Namensfindung angeht, sind die Ssangyong-Marketingstrategen schon mal ziemlich erfindungsreich.

Luxus überall

Majestätisch thronen die Ssangyong-Drachenflügel auf der Kühlerhaube und signalisieren den Kias und Hyundais unmissverständlich den Führungsanspruch des Chef-Mobils. Als Entscheidungsträger will man schließlich auch adäquat unterwegs sein. Angemessen bedeutet in erster Linie Platz: der Standard Chairman misst 5,14 Meter, die Langversion ist 30 Zentimeter länger. Im Innenraum spielen die Koreaner die Standard-Klaviatur eines Luxusmobils. Leder, viel Platz, Harman-Kardon-Infotainment mit TV-Empfang, klimatisierte Sitze und eine zugfreie Mehrzonen-Klimaanlage. Selbst im dicksten Stau bleiben die Nasenschleimhäute der Passagiere verschont.

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© Bild: Werk

Hermetisch abgeriegelt

Die Luftfederung (kommt von Continental) an der Hinterachse garantiert ein geschmeidiges Abrollen. Im Chairman schwebt man dahin, Geschwindigkeit ist eine Größe, die mit jedem Meter an Bedeutung verliert. Doppelte Verbundglas-Scheiben halten den Lärm der quirligen Millionen Metropole Seoul von den Insassen ab. Wenn das dicke Glas einmal nicht ausreicht, hilft immer noch der satte Klang aus 17 Lautsprechern.

Der Motor von Mercedes

Wer dem ordinären Autofahren derart weit entrückt ist, wie der Chairman, gibt sich nicht mit gewöhnlichen Gradmessern, wie Agilität und Längsdynamik ab. Die 306 PS des betagten Fünfliter-Mercedes-Motors (M 113 E50) reichen in Kombination mit der Siebengang-Automatik allemal für Koreas Straßen. Bis auf 245 km/h wuchtet die Sternen-Power den Zwei-Tonnen-Kreuzer. Apropos Mercedes: „Die Plattform des aktuellen Chairman ist eine komplette Eigenentwicklung“, so Ssangyong-Chef Johng-Sik Choi. Dem Vorgänger sah man noch die enge Verwandtschaft zur E-Klasse der Baureihe W210 an. Diese Zeiten sind längst vorbei.

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© Bild: Werk

Das 100 Millionen Auto

Als Chauffeur eines Chairman W Kaiser V8 braucht man kräftige Arme und scharfe Augen. Bis sich der koreanische Luxus-Kreuzer in die Kurve legt, ist ein deutlich größerer Lenkeinschlag nötig, als bei anderen Oberklasse-Modellen. Also müssen enge Ecken ganz genau anvisiert werden. Der barocke Kreuzer hatte vor allem in China und in Russland einige Fans. Der Preis liegt bei mindestens 5.5310.000 koreanischen Won (rund 42.110 Euro) und 109.880.000 Won / 83.651 Euro für die Topversion. Zudem sind die Zeiten für Luxus-Automobil-Herstellbauer in den beiden Ländern härter geworden. Deswegen verkauft Ssangyong momentan nur noch 1.500 Exemplare des Chairman.

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Und dann kommt Pininfarina

Die Planungen für die nächste Generation laufen bereits auf Hochtouren. „Es ist denkbar, dass der nächste Chairman ein Crossover wird“, schmunzelt Johng-Sik Choi vielsagend. Damit würden die Koreaner VW folgen, die den Phaeton ebenfalls auf dem Crossover-Altar geopfert haben. Das Design dürfte sich auch verändern – der Ssangyong-Eigentümer Mahindra hat sich die Formen-Spezialisten von Pininfarina einverleibt.

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