Ein Smart von Car2Go
In Wien und Niederösterreich steigt das Carsharing-Angebot.
 

Carsharing in Wien und Niederösterreich nimmt zu

Jeder vierte Haushalt in Österreich und jeder dritte in Niederösterreich besitzt mehr als ein Auto. Dabei könnte ein Carsharing-Auto zwischen 8 und 15 Privat-Pkw ersetzen.

19.12.2013 APA

Jeder vierte Haushalt in Österreich und jeder dritte in Niederösterreich besitzt mehr als ein Auto. Einen Großteil des Tages stehen die Fahrzeuge allerdings ungenutzt auf dem Platz und verursachen Kosten. Carsharing-Modelle bieten eine günstige und umweltschonende Alternative. „Kürzere Alltagswege sollten möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Das spart Energie, schont die Umwelt und die Geldbörse. Wer nicht auf das Auto verzichten kann, muss nicht unbedingt ein eigenes Fahrzeug besitzen. Es gibt zahlreiche Alternativen“, so Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf.

Ein Carsharing-Auto ersetzt zwischen 8 und 15 Privat-Pkw

„Tatsächlich geht der Trend hin zum Teilen. Das Angebot an attraktiven Carsharing-Modellen wächst, vor allem in Wien und Niederösterreich“, so Gerald Franz, Mobilitätsexperte bei der Energie- und Umweltagentur NÖ, und verweist auf eine aktuelle Studie der Statistik Austria und des VCÖ. Demnach würde ein Carsharing-Auto 8 bis 15 Privat-Pkw ersetzen und sich bei geeigneter Führung schon unter 12.000 Jahreskilometern rechnen. Weniger Fahrzeuge auf den Straßen bedeuten vor allem in den Städten, mehr freie Flächen, die begrünt werden könnten und zu einem attraktiveren Stadtbild beitragen können.

Kosten, Standorte und Reichweite

Um Kosten, Emissionen und Platz zu sparen, setzen viele Regionen in Zusammenarbeit mit Carsharing-Anbietern auf das Modell des „Autoteilens“. Anbieter wie CarSharing.at überlassen ihren Kunden die Autos für 24 Stunden, 365 Tage im Jahr an fixen Standorten, wie Tiefgaragen oder eigens dafür angemieteten Parkplätzen. Eine andere Variante ist die Suche eines Autos via App, die in einem bestimmten Gebiet zur Verfügung stehen und an einem beliebigen Standort abgestellt werden können. Unterschiede gibt es auch zwischen den vom Anbieter erlaubten Reichweiten. Einige Anbieter wie Car2Go erlauben Fahrten nur in einem bestimmten Korridor, andere Fahrzeuge können sogar über die Landes- und Staatsgrenzen hinaus genutzt werden.

Netz in Niederösterreich ausbaufähig

Ein dichtes kommerzielles Carsharing-Netz gibt es bisher nur in größeren Städten. In Niederösterreich existieren vereinzelt auch Standorte von CarSharing.at oder Zipcar, allerdings nur an wichtigen Knotenpunkten wie Bahnhöfen.

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  • Ravenbird

    Ich frage mich, woher die Sharer die Deppen nehmen, die die Schäden und den Dreck im Auto auf sich nehmen und bezahlen bzw. putzen. Mindestens eine(n) muß es ja geben, sonst gehen irgend wann die Türen nicht mehr zu.
    Einen gebrauchten Shared-PKW zu verkaufen dürfte somit ein Ding der Unmöglichkeit sein, wenn der Käufer weiß, woher das Fahrzeug stammt.

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