Der Bugatti 57G Tank bei einer Parade
1936 wird der GP l’A.C.F. in Montlhéry und der GP de la Marne gewonnen
 

Bugatti 57G Tank – Geburt einer Legende

Der Bugatti 57G Tank wurde in Molsheim in den Jahren 1936 und 1937 gebaut. Insgesamt verließen nur drei Fahrzeuge die Manufaktur im Elsass.

30.08.2013 radical mag

 

Bugatti zeigte beim großen Oldtimer-Showdown in Pebble Beach ein, äh, neues Modell, den «Jean-Pierre Wimille; auf Basis des Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Uns interessiert aber viel mehr das Vorbild, der 57G Tank, der ebenfalls ausgestellt wird.

Nur drei Fahrzeuge

Der Typ 57G Tank wurde in Molsheim in den Jahren 1936 und 1937 gebaut. Insgesamt verließen nur drei Fahrzeuge die Bugatti-Manufaktur im Elsass. Mit diesem Rennwagen wollte Bugatti den französischen Rennsport wieder zu neuen Erfolgen führen, da es zu jener Zeit stets Fabrikate ausländischer Hersteller waren, die die Siege einfuhren.

Bugatti 57G Tank bei der Zieldurchfahrt 1937

Zieldurchfahrt 1937

Aerodynamische Karosserie

Auf Initiative Jean Bugattis, Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti, sollte ein Sportwagen entwickelt werden, der bei Langstreckenwettbewerben eingesetzt werden konnte. Um einen möglichst niedrigen Schwerpunkt zu erzielen, entschied man sich für das serienmäßige Typ-57S-Chassis mit Bugatti-3,3-Liter-Reihenachtzylinder und einem Radstand von 2,98 m als Basis. Der Motor des 57G Tank entwickelt etwa 200 PS, dreht problemlos bis 6000/min, und dank der aerodynamisch gestalteten Karosserie konnten damals schnell höhere Geschwindigkeiten erreicht werden als die der Konkurrenz.

Erster Sieg 1936

Der Wagen war von Anfang an auf Erfolgskurs – stets mit Jean-Pierre Wimille am Steuer. Seine ersten Siege fuhr der 57G Tank 1936 beim Grand Prix de l’A.C.F. in Montlhéry sowie beim Grand Prix de la Marne ein.

Zeichnung - Profil - von Jean-Pierre Wimille

Quasi Ur-Panini

Geburt einer Legende

Für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans am 19. und 20. Juli 1937 meldete Bugatti zwei Rennwagen dieses Typs. Der erste Wagen wurde von den Werksfahrern Pierre Veyron und Roger Labric gefahren, am Steuer des zweiten Tank saßen Jean-Pierre Wimille und Robert Benoist. Schon nach kurzer Zeit ging Wimille in Führung und gewann das Rennen schließlich – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 136,99 km/h und einer Gesamtdistanz von 3.287,938 km. Damit hatte er den ersten Gesamtsieg für Bugatti in diesem legendären Rennen überhaupt errungen – und wurde zur Legende für die Marke.

Weltpremiere

Für die Weltpremiere der Legende «Jean-Pierre Wimille» ist es Bugatti gelungen, den Rennwagen, den Wimille 1937 als Sieger über die Ziellinie von Le Mans steuerte, nach Monterey zu bringen. Der Typ 57G Tank wurde Bugatti vom renommierten Simeone Foundation Automotive Museum in Philadelphia zur Verfügung gestellt.

Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse vorne, hinten der 57G Tank

Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse

Neuer Jean-Pierre Wimille

Vom neuen «Jean-Pierre Wimille» werden übrigens nur drei Stück gebaut. Es wird aber fünf weitere Veyron-Modelle geben, die nach Bugatti-Legenden benannt sein werden.

 

Vielen Dank an die Kollegen von www.radical-mag.com

 

Mehr zum Thema
pixel