BMW Z4 sDrive 35is seite
Ein Roadster der alten Schule.
 

Testbericht: BMW Z4 sDrive 35is

Ein Roadster der alten Schule. Unbekümmert und aufmunitioniert – BMW Z4 sDrive 35is. Die schönste Art der Kurvenräuberei.

14.08.2013 Online Redaktion

Der BMW Z4 ist ein Roadster der alten Schule. Anders als Konkurrenten wie der Mercedes SLK, der es mit Alltagstauglichkeit probiert, oder dem Audi TT, der auf Sportlichkeit setzt, spitzt der Z4 keine Eigenschaften zu, sondern konzentriert sich auf die Tugenden, die das Segment einst groß gemacht haben. Lange Motorhaube, Heckantrieb, weit nach hinten gezogene Fahrgastzelle. Der Z4 ist durch diese Unbekümmertheit der Beau im Roadster-Segment.

Kleine Änderungen beim BMW Z4

Die jüngste Überarbeitung fiel entsprechend übersichtlich aus, schließlich gibt es, abgesehen vom ungeschriebenen Gesetz der Modellpflege, keinen Grund etwas zu ändern. Es wurde deswegen mehr eine Fingerübung als ein echtes Facelift.

Das Leuchtendesign ist jetzt anders, die Ausstattungspakete auch, es gibt neue Lackfarben und eine neue Einstiegsmotorisierung – der BMW Z4 18is mit 156 PS. Am anderen der Leistungsskala thront der Z4 35is. Allrad und Diesel sucht man in der Preisliste vergebens. Die Puristen können jubeln. Benziner mit Heckantrieb heißt die Parole.

BMW Z4 sDrive 35is kofferraum

340 PS und 450 Newtonmeter. Der 35is ist die verschärfte Version des 35i.

Ein drei Liter großer Reihensechszylinder um genau zu sein. 340 PS und 450 Newtonmeter mobilisiert das Modell – 500 Newtonmeter per Overboost. Der 35is ist bereits die verschärfte Version des, nun, regulären 35i und kommt einem Plus von 34 PS und 50 Newtonmeter. Den Leistungsgipfel erreicht der Motor bei 5900 Touren. Bis dahin geht es äußerst giftig durch die Kurven. Was eine gewisse Räudigkeit mit sich bringt. Plötzlich ist man im Drift und hätte es vor der Kurve gar nicht geahnt. Aber der BWM Z4 will nur spielen, er meint es nicht böse und ist leicht auf Kurs zu halten.

Preis für den BMW Z4 35is

Eine Konzeptbedingte Schwächen bleibt der Kofferraum. Der ist arg verschachtelt und bei offenem Dach kaum zu gebrauchen. Aber wer würde so etwas bei einem echten Roadster ernsthaft kritisieren?

Der Mehrpreis zum 35i (mit Automatikgetriebe) ist mit 8.300 Euro üppig. Dafür gibt es Sportsitze, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und einen sportlicher gestaltetes Interieur serienmäßig. Wer wirklich mehr will, also Gänsehaut im Handschuhfach braucht, der muss sich noch ein wenig gedulden. Hinter dem Bühnenvorhang wartet bereits ein Z4 M.

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  • Helmut Kainz

    Absolut meine Meinung,
    das Coupe ( das es nun leider nicht mehr gibt ),
    ist wohl das schönste Auto der Z-Serie.
    Zumindest jener „Zettis“, die auch in die Produktion
    gelangten.

    Das einzige „Problem“ beim Z4 ist das extrem sensible
    Verhalten bei schlechter Fahrbahn und Längsrillen.
    Aber das liegt an den Niederquerschnitt-Reifen.

    Alles in allem, das Coupe hat wohl auch alle Eigenschaften eines zukünftigen Classic-Cars.
    Schon allein die geringe Stückanzahl läßt mich das hoffen.

  • Zroadster

    …. gegenüber dem Z4 coupe sind beim aktuellen Z4 die Linien verwaschen, trotzdem schön dass es Autos dieser Art von BMW auch noch gibt. Der eigentliche King ist aber das seltene Z4 coupe!

    • nomorerevue

      bin bei Euch: die alte Garde mit Roadster und feinem Coupe sind Klassiker und echte BMW-Fahrmaschinen,
      die Blechdachcabrio „weiss selbst nicht was sie ist“ Karre aus aktueller Produktion ist eine Schande-besser gleich einen Rentner SLK kaufen…(beim 35iS ist nur der Moter BMW),
      da ich mit meinem (Sportwagen-)Leben noch nicht abgeschlossen habe: Z4 altes Modell, egal ob Coupe oder Roadster, vielleicht Porsche :-)

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