BMW X5 dyn VoLi
Wo ein Fünfer im Namen steckt...
 

Testbericht: BMW X5 30d xDrive

Ausfahrt mit dem gelifteten X5.

09.12.2010 Autorevue Magazin

Zwei Jahre nach Einführung der aktuellen X5-Generation bekam diese ein Facelift, will heißen: ein schärferes Gesicht. An dieser Stelle herrscht ja grundsätzlich der größte Modernisierungsdruck, wenn’s um das Aussehen geht.

Unser 30d ist der sparsamste X5.

Der Motor des Vorgängers wurde in Steyr um zehn PS aufgestockt, leistet jetzt 245 PS und erbringt seine ökonomischen Leistungen auf Basis des BMW-Energiesparprogramms Efficient Dynamics. Dazu gehört als glanzvollste Komponente die Achtgang-Automatik von ZF, welche die bisher verwendete mit sechs Gängen ersetzt. Sie schaltet erwartungsgemäß mit unvorstellbarer Präzision und obendrein offenbar mit maximaler Effizienz. Bei einem Normverbrauch von 7,4 Litern überschreitet der 30d die CO2-Ausstoßgrenze von 200 g/km nicht. Allerdings nur im Stehen. Wer sich die Freude des Fahrens leistet, generiert etwas höhere Werte.

Das ist kein Vorwurf. Ein 2000-Kilo-Auto mit 245 PS ist kein Ökomobil. Sondern, wie im Falle des X5, ein richtiges Mannsbild von Auto, feindbildtauglich und – wenn man drin sitzt – vor allem super. Erhöht selbst als X5-Einstiegsmodell das schwächste Ego um mehrere Klassen.

Unser Testwagen war durch ein paar Aufpreisgeschichten ein wenig scharfgemacht.

Sportpaket (u. a. sportliche Fahrwerksabstimmung) und 315er-Reifen hinten erhöhen zwar die knackige Performance des Autos, legen gleichzeitig aber auch Widersprüche offen. Ein X5 ist ein großes, schweres SUV, und macht man das auf Sportlich, leidet der Komfort. Davon raten wir dringend ab. Auch ohne verhärtete Dämpfung ist dieses Auto unter den großen Brocken eines der dynamischsten. Investieren Sie im ­Sinne der Wohnlichkeit lieber in Nussbaumholz, Leder, das beste Navi mit 8,8-Zoll-Bildschirm und das Ablagenpaket.

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