Der BMW-Chef Norbert Reithofer.
Der europäische Markt schwächelt, Asien ist für BMW die Lösung
 

BMW: Vorsichtig optimistisch

Der Automobilmarkt in Westeuropa soll frühestens Mitte 2014 wieder Aufwind bekommen. Derzeit spüren die Münchner den gestiegenen Preisdruck.

16.07.2013 APA

 

Nach der Einschätzung von BMW-Chef Norbert Reithofer, wird der angeschlagene westeuropäische Automarkt wohl noch längere Zeit benötigen um aus seiner Stagnation herauszutreten. „Insgesamt dürfte der westeuropäische Markt im laufenden Jahr um rund fünf Prozent zurückgehen“, so Reithofer in der Dienstagsausgabe der „Börsen-Zeitung“.

BMW westeuropäischer Markt erholt sich nur langsam

Vor allem die Märkte in Italien, Spanien und Frankreich seien schwierig, aber auch Deutschland sei kein Selbstläufer mehr. Reithofer zufolge wird sich bis Mitte kommenden Jahres daran nicht viel ändern. „Vielleicht sehen wir im zweiten Halbjahr 2014 dann eine leichte Marktbelebung in Westeuropa.“

Preisnachlässe erzeugen Druck

Angesichts der Flaute auf den Automärkten versuchen viele Hersteller, Käufer mit Preisnachlässen zu locken. Auch BMW spüre den Preisdruck. Zu Premiumfahrzeugen passten zwar keine hohen Nachlässe, „der Wettbewerb ist jedoch sehr intensiv, weshalb auch wir uns von der Marktentwicklung nicht ganz abkoppeln können“, räumte Reithofer ein. „Wir versuchen, Preisnachlässe so weit wie möglich zu vermeiden und zugleich unsere Marktanteile zu halten.“

Andere Märkte sollen den Umsatzrückgang Europas regulieren

Der Münchener Autobauer will den Umsatzanteil Europas am Gesamtumsatz von derzeit 46 Prozent auf 40 Prozent reduzieren. China, Nordamerika und der Rest der Welt sollen künftig jeweils 20 Prozent zu den Verkäufen beisteuern. Grund hierfür sei die Dynamik in China und ein sich erholender US-Markt. Trotz der Expansion bleibe Deutschland „unsere industrielle Basis“, sagte Reithofer. „Das hat sich bislang ausgezahlt und wird auch zukünftig so sein.“

 

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