© Bild: Bob Riha Jr / EPA / picturedesk.com
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BMW warnt vor Einschränkungen bei Leiharbeit

BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner Richtung großer Koalition in Deutschland: „Sollten Errungenschaften, die uns in der Vergangenheit geholfen haben, nun nicht wieder zurücknehmen“

27.12.2013 APA

BMW warnt die Politik vor einer Schwächung des Industriestandorts Deutschland. Die Industrie müsse ausgebaut werden, weil sie am besten Arbeitsplätze schaffe. „In den USA sind die Rahmenbedingungen auch wegen der niedrigeren Energiekosten positiv“, sagte BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner der „Welt“ (Samstag). Die Produktivität in Deutschland sei im internationalen Vergleich zwar mit die höchste. „Doch wir sollten Errungenschaften, die uns in der Vergangenheit geholfen haben, nun nicht wieder zurücknehmen“, warnte Eichiner die Große Koalition.

Einschränkungen bei Leiharbeit wäre problematisch für deutsche Unternehmen

„Sollte es zu gravierenden Einschränkungen bei der Leiharbeit kommen, dann wäre das für die heimischen Unternehmen ein großes Problem. Wir brauchen angesichts der volatilen Weltwirtschaft diese Flexibilität, um Schwankungen in Wirtschaftsräumen ausgleichen zu können“, warnte Eichiner in der Zeitung.

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  • Ravenbird

    BMW sagt es, die anderen tun es (heimlich).
    Tatsache ist jedoch, daß Arbeitnehmer an sich für die Industrie ein (noch) notwendiges Übel sind, das man halt in Kauf nimmt.
    Dafür kann die Industrie nichts, aber die Politik müsste sich langsam besinnen – obwohl: Denken und Politik schließt sich gegenseitig aus – und zwar absolut.
    Irgendwann wird es KEINE Arbeit für ALLE geben. WER kauft dann? Wer finanziert die Arbeitslosen?
    Verheugen hat mal sinngemäß gesagt: In Zukunft werden nicht mehr die Staaten mit ihrem Budget die Arbeitslosen finanzieren können, sondern die Wirtschaft muss das direkt tun.
    Die Frage ist, wie ein Staatsbudget ausreichen soll, wenn die Wirtschaft keine Steuern zahlt, weil ihre Sitze im Ausland sind oder sie negativ bilanzieren.
    Dass Steuern im voraus als Vorsteuer entrichtet werden und dann vom Staat zurückgezahlt wird – je nach Gewinnlage, weiß ich wohl, aber DAS System ist krank und rettet uns nur immer für EIN Jahr.
    So unschön Leiharbeit klingt und ist – im Moment ist es noch die einzige Lösung vor der Abwanderung der großen Betriebe nach China.
    Da fällt mir ein: Die Gewerkschaften könnten ja Lösungen erarbeiten – Geld müßten sie genug haben von ihren Mitgliedern…
    Okay, ich hör ja schon auf…

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