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Gruppenbild der M-Unikate
 

BMW M: 4 einzigartige Fahrzeuge

Natürlich lässt es sich über Design und Sinnhaftigkeit von Fahrzeugen vortrefflich streiten. Wie wäre es beispielsweise mit diesen 4 Unikaten aus dem Hause BMW M?

31.10.2016 Press Inform

Wenn umtriebige Fahrzeugingenieure in ihrer Freizeit weiterhin an Autos basteln, dann kommen unter anderem diese vier besonderen Modelle zustande. Allesamt schafften es nicht in Serie, aber man fand natürlich dennoch Verwendung für sie.

1. BMW E30 M3 Pick-Up

BMW E30 M3 Pick-Up
© Bild: Werk

BMW E30 M3 Pick-Up

Vier Einzelstücke aus dem BMW-M-Sortiment seien hier näher beschrieben. Da hätten wir zum einen diesen Pick-Up der Baureihe E30 mit der der M3-Mythos seinen Anfang nahm. Jeder Freund der weißblauen Marke weiß um das potente Vierzylinder-Triebwerk, den legendären Motoren-Papst Paul „Nocken-Paule“ Rosche und die schnellen Limousinen. In den Köpfen der Techniker spukt noch eine andere, verwegene Idee. Wie wäre es mit einem Pick-Up? Die Chefs schütteln entgeistert den Kopf. Doch die Ingenieure machten sich dennoch an die Arbeit. Abends am Wochenende und mit Hilfe von Lehrlingen. Alles freiwillig, aus Spaß an der Sache. Einfach so. „Wir haben Mitte September angefangen und waren Ende des Jahres fertig“, so Jakob Polschak, Leiter Fahrzeugmusterbau und Werkstätten der BMW M GmbH. Die Basis war ein E-30-Cabrio, dessen Bauweise mit den Versteifungen ideal für das Pickup-Projekt war. „Wir haben uns dann einfach die Teile genommen, die da waren“, so Polschak weiter. Darunter auch viele des sogenannten „Italo-M3“, also des 320is. Der Pick-Up kommt auf 200 PS, hat ein Targa-Dach und eine Ladefläche, die mit Riffelblech ausstaffiert ist. Damit das Gefährt seinen Job als Lastesel ausführen kann, ist die Hinterachse kurz übersetzt. Das weiße Fahrzeug mit dem Spitznamen „D’Resi“ hat nie eine Straßenzulassung gehabt und wurde 25 Jahre lang als Teile-Transporter auf dem BMW-Gelände eingesetzt.

2. BMW E30 M3 Compact

BMW E30 M3 Compact
© Bild: Werk

BMW E30 M3 Compact

Eine echte Chance in die Serie zu gehen, hatte der BMW M3 Compact der Baureihe E36. Das pfeilschnelle Coupé mit 321 PS und einem Gewicht von lediglich 1,3 Tonnen (also 150 Kilogramm weniger als der reguläre M3) sollte jüngeren M-Fans den Einstieg in den sportlichen BMW-Ableger erleichtern. In Kombination mit dem strafferen Fahrwerk legte der Prototyp eine Agilität auf den Asphalt, die Querdynamik-Freunde noch heute zum Strahlen bringt. Polschak dazu: „Die Abstimmung des Fahrzeugs war diffizil, um eine Kopflastigkeit zu vermeiden. Der damalige BMW-Chef Eberhard von Kuenheim hat zu uns gesagt: ,Wenn ihr im Kreis fahren wollt, müsst ihr das Geld dazu selbst verdienen‘. Also haben wir nach neuen Modellvarianten gesucht“. Der M3 Compact sollte also einen Beitrag zur Finanzierung der Motorsport-Ambitionen der M GmbH liefern. Allerdings wäre beim Serienmodell vermutlich die Leistung etwas reduziert worden, um eine Kannibalisierung mit dem Normalo-M3 zu vermeiden. Doch auch die Konstruktionspläne für dieses vielversprechende Modell verschwanden in den Schubladen der Entwickler.

3. BMW E46 M3 Touring

BMW E46 M3 Touring
© Bild: Werk

BMW E46 M3 Touring

Allen, die angesichts der beiden vorherigen Prototypen jetzt ins Schwärmen geraten und von einem M3 Touring träumen, sei gesagt, dass auch dieses Modell in den Gedankenspielen der Produktplaner einen prominenten Platz eingenommen hat. Im Jahr 2000 bauten die M-Ingenieure ein solches Fahrzeug. Was als Erstes in Auge fällt, wenn man sich dem Gefährt nähert, ist die grandiose Lackfarbe „Chrom Shadow“, die wie flüssiges Aluminium wirkt und dem M3 Touring der Baureihe E46 ein dreidimensionales Aussehen verleiht. Sogar der Konkurrent Mercedes interessierte sich für die neue Farbe, die bei diesem Fahrzeug zum ersten Mal großflächig eingesetzt wurde. Unter der Haube befand sich bewährte E46-M3-Technik, aus den 3,2 Litern Hubraum des Reihensechszylinders kitzelten die Ingenieure 343 PS. „Die Achslastverteilung lag bei 50:50 und die Fahrdynamik entsprach der, des regulären M3s“, so Polschak. Ein ganz besonderes Schmankerl gab es im Innenraum, da die Mittelbahnen der Sitze aus einem speziellen Neopren-Formel-1-Metallgewebe bestanden. Der Kombi sollte dem Audi S4 Paroli bieten und auf einer Messe die Resonanz des Publikums erforschen. Dazu kam es nicht. Auch dieses Modell fiel dem Rotstift zum Opfer.

4. BMW E92 M3 Pick-Up

BMW E92 M3 Pick-Up
© Bild: Werk

BMW E92 M3 Pick-Up

Noch ein Pick-Up, diesmal ist ein Cabrio der Modellreihe E92 der Technikspender. Also hat dieses M3-Derivat aus dem Jahr 2011 vier Liter Hubraum, einen V8-Motor und 420 PS. Bei dieser Variante, deren Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h liegt, kann das Targa-Dach abgenommen werden. Der M3 hat alles, was ein Handwerker braucht: eine Ladefläche mit Riffelblech inklusive Stauraum fürs Werkzeug und abnehmbarer Anhängerkupplung. Auch dieses M-Pick-Up schaffte es nicht in Serienproduktion und wurde schließlich ebenfalls als interner Gütertransporter verwendet.

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