BMW i8 dynamisch vorne
BMW prescht voran in Sachen Elektromobilität.
 

Vorstellung: BMW i8

BMW treibt die Elektromobilität in wirklich schlüssige Sphären.

11.09.2013 radical mag

Wir geben es gerne zu: BMW hat uns in den letzten Jahren nicht nur erfreut. Teils etwas gar schwülstige Autos und der immer häufiger werdende Verzicht auf die feinen Sechszylindermotoren haben nicht nur Freude hervorgerufen. Dann kam die Ankündigung der «i»-Baureihen. Und ja, wir waren von Form und Funktion zumindest auf dem Papier begeistert. Der kleine, rein elektrisch angetriebene i3 hat das Zeug dazu, die Elektromobilität einen grossen Schritt weiter zu bringen. Und gerade als sich die Wogen um den BMW i3 etwas glätten, schieben die Münchner den BMW i8 nach. Nicht rein elektrisch, sondern als Plug-in-Hybrid. Ja, das haben andere – teils schon lange – im Programm. Und trotzdem ist der 2+2-Sitzer aus München speziell. Er ist die konsequente Fortführung der 3er Active Hybrid. Nix von Öko-Fundie-Attitüde, Freude am Fahren trotz geringem Verbrauch. Das kann sonst nur noch Infiniti, allerdings ohne Plug-in-Technologie.

Die technischen Daten des BMW i8 können sich sehen lassen

Als Verbrennungsmotor fungiert ein kleiner Dreizylinder, natürlich mit Turboaufladung. Der Hubraum ist mit 1,5 Litern geringer als der eines Toyota Prius (1,8 Liter), aber dank Turboaufladung soll der Dreizäpfer 231 PS leisten. Und ein maximales Drehmoment von 320 Nm liefern. Kombiniert wird der Verbrenner mit einem Elektromotor, welcher maximal 96 kW leistet und maximal 250 Nm abgibt. Zudem wird der Kraftfluss der beiden Triebwerke getrennt: Während der Elektromotor bei Bedarf über ein automatisches Zweiganggetriebe die Vorderräder antriebt, schickt der Dreizylinder seine Kraft via Sechsstufenautomatik an die Hinterräder.

Insgesamt ergibt die Kombination der beiden Antriebe eine Systemleistung von 362 PS und 570 Nm Drehmoment. Das soll reichen, um den BMW i8 in 4,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu treiben. Und weil die Kraft auf beide Achsen verteilt wird, sollte auch die Traktion kein Problem sein. BMW nennt einen Normverbrauch von 2,5 Liter pro 100 Kilometer. Allerdings wohl nur, wenn man den Fahrerlebnisschalter in der Stellung „Eco Pro“ belässt.

Insgesamt lassen sich dort fünf Modi abrufen. Entweder rein elektrisches Fahren mit einer Reichweite von bis zu 35 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Oder der Modus «Comfort» mit optimaler Balance zwischen Dynamik, Effizienz und einer Gesamtreichweite im Alltagsbetrieb: mehr als 500 Kilometern. Dann gibts noch den Sport-Modus mit besonders intensiver Boost-Funktion durch den Elektromotor.

Massiver Einsatz von Hightech-Materialien

So viel Effizienz ist aber vor allem auch eine Frage des Gewichts. Und hier schöpft BMW aus dem Vollen. Die Fahrgastzelle besteht auch Kohlefaser-Verbundmaterial (CFK), die Türen aus einer CFK-Aluminium-Struktur, Instrumententafel mit Tragstruktur aus Magnesium, Aluminium-Chassis sowie Trennscheibe zwischen Fahrgast- und Gepäckraum aus Dünnglas.

All diese Massnahmen erlauben es, das Gewicht auf einen durchaus akzeptablen Niveau zu halten. 1490 kg soll der i8 trotz der beiden Motoren und der Akkus (5 kW/h) auf die Waage bringen. Natürlich sind die erwähnten Materialien nicht gerade billig. In Deutschland soll der i8 ab 2014 für mindestens 126.000,– Euro auf den Markt kommen, über die Österreich-Preise für den i8 schweigt man sich noch aus. Allerdings hat uns BMW bei den den Preisen für den kleinen i3 schon einmal überrascht (ab 35.000,– Euro). Gut möglich dass die Bayern auch beim i8 eine Preisbombe platzen lassen, einfach nur um zu zeigen, dass man es mit Elektro- und Hybridtechnik verdammt ernst meint. Wir sind gespannt auf die ersten Fahrten mit dem BMW i8 und hoffen, dass uns BMW endlich vom Hybridantrieb überzeugt. Von der Papierform her hat der Bayer eindeutig das Zeug dazu. Wir sind gespannt!

Danke an Peter Ruch vom radical-mag.

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  • Maverick

    Nur 126.000,- Teuros (In Österreich wahrscheinlich 150.000,- Euronen)? Was für ein Schnäppchen!
    Da kann ich mir über die Lebens-/Nutzungsdauer eines normal(preisig)en Mittel-/untere Oberklasse-Autos den teuersten Premium-Sprit einfüllen und bin immer noch billiger. Diese Preisdifferenz durch die Spriterspanis kann da nie reinkommen… in welcher Welt leben die überhaupt?

    • AutoMitHerz

      Der Wagen ist günstiger als ein Porsche 911 Carrera 4S und gleichzeitig ein technologisches Raumschiff auf vier Rädern – ein Beweis, wozu wir heutzutage mit der Technologie fähig sind.
      Lustig, dass da trotzdem die Raunzer wie »Maverick« daherkommen und über den Preis schimpfen – Raunzer fallen garnicht in die Zielgruppe möglicher Käufer.

      Aber bei einem Ferrari, Lamborghini oder Maserati wird trotz der hohen Preise nicht so geschimpft, sondern anerkennend geraunt.
      Die Raunzer gegen den i8 haben den Wagen noch nicht live erlebt. In München sieht man die schon jeden Tag ihre Runden drehen, und jeder auf der Straße dreht sich danach um.

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