BMW i3 wird 35.000 Euro kosten – Kampfpreis im E-Fahrzeugsegment

Das erste serienmäßige Elektroauto des deutschen Autobauers wird somit günstiger als erwartet und sticht – zumindest preislich – die direkte Konkurrenz aus.

22.07.2013 APA

BMW hat den Preis seines ersten serienmäßigen Elektroautos bekannt gegeben: Der i3 soll in Deutschland ab November 2013 um knapp 35.000 Euro erhältlich sein. Preislich liegt der i3 in seiner Basisversion ziemlich genau zwischen den Einstiegsmodellen der beiden wichtigsten klassischen BMW-Modellreihen 3er (28.900 Euro) und 5er (40.700 Euro).

Das ist weit günstiger als erwartet – mit etwa 40.000 Euro war gerechnet worden. In der Branche wird der nun genannte niedrigere Einstieg als Kampfpreis angesehen, um Marktanteile zu ergattern.
Auch im Vergleich zu Wettbewerbern ist der Preis günstiger: Opels elektrisch angetriebener Plug-in-Hybrid Ampera kostet beispielsweise in der günstigsten Version 45.900 Euro.

Eigene BMW-Untermarke für Elektrofahrzeuge

BMW setzt große Hoffnungen in seine neue Marke und den alternativen Antrieb. Anfang 2011 rief der Konzern eigens die Untermarke BMWi ins Leben. „Der BMW i3 kündigt eine neue Ära der individuellen Mobilität bei der BMW Group an“, sagte Vertriebschef Ian Robertson am Montag. Die Weltpremiere ist am 29. Juli. Später soll der Sportwagen i8 folgen.

Die Produktion des i3 im Leipziger Werk hat bereits begonnen. Bei der Karosserie setzt BMW komplett auf leichte Materialien wie Carbon und Aluminium, um so das Gewicht der Batterien auszugleichen. Im Vergleich zu einem normalen Auto soll der i3 durch Leichtbauweise 250 bis 350 Kilogramm leichter sein.

Wermutstropfen Geringe Reichweite

Als Manko sehen Kritiker die Reichweite: Nach 130 bis 160 Kilometer muss der Wagen aufgeladen werden. Das dauert an einer normalen Steckdose acht Stunden, kann aber an einer speziellen Schnellladestation deutlich verkürzt werden.

Ein Verbrennungsmotor kann die Batterie unterwegs zwar laden und so die Reichweite erhöhen – der sogenannte Range Extender muss aber extra bestellt werden und ist nicht im Basispreis dabei. Anders als die meisten anderen Hersteller setzt BMW auf ein völlig neu konzipiertes Fahrzeug.

Auch die Konkurrenz schläft nicht

Der E-Up von Volkswagen soll ebenfalls in diesem Jahr zu den Händlern rollen. In der kleinsten Variante kostet der Wagen 26.900 Euro. Zum Vergleich: das Basismodell des Kleinwagens kostet 9.975 Euro – allerdings mit deutlich weniger Ausstattung als die des Elektrobruders.

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  • Georg

    …sorry mein Fehler, keine Zensur. War ein anderer Beitrag, hab in schon gefunden.

  • Georg

    Übrigens, wo ist mein Kommentar, Vergleich BMW i3 mit Tesla Model S. Werden die unangenehmen Kommentare hier zensiert?????

  • Georg

    1000kg ohne Akku??? Aber hallo wo ist den da bitte die Ingenieurskunst. Bitte kurz Nachdenken. Das Ding Hat keinen schweren Verbrennungsmotor sondern einen mini E-Motor und das schwerste Bauteil fehlt bei der Gewichtsangabe noch, der Akku. Der TESLA Model S hat 2108kg Leergewicht und die 3-fache Reichweite. Von Leitungsvergleich reden wir besser nicht sonst wird’s noch peinlich für BMW. Ich bin BMW Fahrer und noch Fan dieser Marke, aber was die Bayern da Erzeugt haben ist a echter Sch…

  • Georg

    Steuer zahlst für ein e-Auto zum Glück keine

  • Maverick

    >35k Euro für eine Karre mit 130-160 km Reichweite? Wie man weiß ist das nur unter besten Bedingungen möglich, das ist so wie die Herstellerangaben beim Benzin-/Diesel-Verbrauch – realistisch werden in etwa 100 km Reichweite sein, unter schlechten Bedingungen (Regen, Schneefall, kaltes Wetter, Nacht) eher weniger. Und dann muss er 8 Stunden an die Steckdose?

    Vergiß die Karre…

    • juergen

      Du hast nichts verstanden. Ich denke doch man muss den BMW i3 für die Ingenieurskunst hochloben. Hochtechnologie mit Carbon auf 4m Länge in Serie. Auch das geringe Gewicht von unter 1000kg (ohne Akku) ist gewaltig. Das dürfte in Summe ein Entwicklungsvorsprung doch von min. 2-3Jahren ergeben. Der vw up mit €27.000,– ist dazu einfach nur peinlich.

  • Autojoe

    Was heisst hier der Verbrennungsmotor ist im Preis inbegriffen aber der Range Extender muss extra bestellt werden? Fährt dieses Auto nun elektrisch oder handelt es sich um einen Plug in Hybrid?

  • Josef

    Mit diesen techn.Daten (Reichweite) eine Fehlinvestition,die einer Firma wie BMW nicht würdig ist.Wenn schon etwas neues geboten werden soll,dann sollte es auch entsprechendes bieten.

  • Josef

    Ich verstehe eines nicht, warum man einen Tesla mit einer halbwegs akzeptablen Reichweite u großer Motorleistung bauen kann aber nicht in der Lage ist ein vernünftiges Elektroauto mit so 50 – 70 PS zu einem vernünftigen Preis herzustellen.
    So ein Fahrzeug muß auch nicht mit den Stromfressern wie elektr.Fensterheber, Klimaanlage etc. ausgestattet sein (würde auch Gewicht sparen u die Reichweite erhöhen

    • hp

      Solche Fahrzeuge gibt es eh: Renault twizzy z.B. aber warum sollte ich mir so was antun? Ich will ein vernünftiges auto, mit all dem elektronischen Schnickschnack… Elektro scheint ein Irrweg zu sein, wo sind die Wasserstoffautos?

  • Josef Schwarz

    Die Preise sind im Verhältnis (auch wenn nur 35k) viel zu hoch. Der Anreiz kann nur darin liegen, dass ein E-Auto um 1 bis maximal 2k über dem Preis eines Benzin/Diesel Fahrzeuges liegt.
    Der Umweltgedanke hört dann auf wenn die Kosten nicht im Einklang stehen.
    Um 25k würde ich so ein Auto sofort nehmen.

  • Stefan

    Wie läuft das mit der Einstufung bei der Haftpflichtversicherung?
    Steuer?

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