bmw i3 seite vorne
 

BMW i3 Alltag: Radetzkystraße, Kofferraum offen

Kurze Ausfahrt im BMW i3: Der alte Autotester und die neue Mobilität.

21.12.2013 Autorevue Magazin

BMW-i3-Fahren also. Hab ja nur Gutes gehört, und lass mir auch gleich erklären, wie das mit dem iPhone ist, das Runterladen der Gratis-App, und dann kann ich mit dem Auto kommunizieren, erfahre zum Beispiel über mein Handy jederzeit, wie voll die Batterie schon geladen ist, während ich im Büro sitz. Bin aber zu neugierig, wie sich das Ding fährt und köpfle schnurstracks in die Garage. Dort löse ich erfolgreich den Wagen vom Ladekabel, weil ich weiß, dass das Auto geöffnet sein muss, damit die Stecker überhaupt rausgehen. Supersache, weil da kann mir zum Beispiel mein Nachbar das Auto nicht ausstecken.

Der BMW i3 wird aufgeladen

Ich fahre los. Echt leiwand.

Bin schon mit einigen Elektroautos gefahren, aber so angeschoben hat noch keines. Keine störenden Obus-Summ-Brumm-Geräusche. Superpräzise Lenkung! Würde ich mit einem normalen Auto so wegzischen, wäre alleine die Lärmbelastung unerträglich. Geräuscharmut mal Geschwindigkeitsvermögen verlangen allerdings einen verantwortungsvollen Lenker, mindestens. Schneeglatte Fahrbahn und Heckantrieb sind dann vielleicht nicht mehr ganz so lustig – oder erst recht.

Ich parke ein. Geht gut.

Auto ist gefühlsmäßig deutlich größer als gedacht. Der enge Wendekreis reduziert den Schwenkbereich, allerdings nicht wesentlich unter Golf-Niveau. Schalte aus, steige aus, verschließe das Auto, doch die Innenbeleuchtung geht an. Ich rüttle an Türen und Deckeln, nichts ändert sich.

Ich hätte gerne ein Auto, das nach dem Abstellen wenigstens so tut, als wäre es ausgeschaltet. Stattdessen trägt mich die Sorge, die Batterie könnte leer sein, wenn ich zurückkomme. Ich rufe Andras Riedmann an, der zuvor damit gefahren war und mir auch die Sache mit dem iPhone erklärt hatte. Andi knapp und kühl: Du stehst jetzt in der Radetzkystraße, hast noch 46 Kilometer Reichweite und dein Kofferraumdeckel ist offen. Also doch! Danke herzlich!

Des Kaisers Seyffenstein Rudi Roubinek schreibt über seine Erfahrungen mit dem BMW i3 im aktuellen Heft. Die Story heißt Plato unter Strom und beginnt auf Seite 83.

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  • Ravenbird

    Das einzige, das mir zum i3 einfällt ist: ICH WILL EINEN HABEN!
    Ich fahre keine hundert Kilometer am Tag, ich habe eine Garage – wegen des Stromsteckers; ich möchte das Kabel nur ungern über einen Gehsteig legen.
    In meiner Wohngegend gibt es keine vernünftigen Tankstellen mehr, die nächste ist 12 Kilometer entfernt. Also einmal tanken gleich 24 Kilometer. Ein Witz!
    Für meine täglichen Bedürfnisse wäre das das ideale Auto.
    Eine Idee hätte ich noch:
    Stromlieferanten könnten diesen Wagen so anbieten wie es Netzbetreiber mit ihren Geräten tun.
    Ein i3 in Serienausstattung ohne Extender mit einer Bindungsfrist von 10 Jahren um 5000 Euro. Oder so.
    DAS WÄR WAS!

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