Der Transportminister von Baden-Wuerttemberg, Winfried Hermann, in einem i3
Augen auf, Türen auf, der i3 ist da!
 

BMW sieht seine Chance auf dem Elektroautomarkt

Mit dem i3 verfolgt BMW ein ehrgeiziges Ziel: Ab dem Marktstart wollen die Münchner Gewinne erzielen.

15.07.2013 APA

 

BMW hat letztes Jahr seinen batteriebetriebenen Kleinwagen i3 vorgestellt. Der Ehrgeizige Plan der Münchner Autobauer sieht vor mit diesem Elektroauto auf dem Nischenmarkt eine „signifikante Rolle“ zu spielen, so Ian Robertson Vertriebschef bei BMW.

BMW i3 soll ab dem Marktstart profitabel sein

Auf die Frage welchen Marktanteil BMW mit seinem i3 anstrebt, blieb Robertson zwar eine Antwort schuldig, jedoch sieht der Businessplan vor, dass die Bayern „mit diesem Auto vom Marktstart an profitabel“ sein werden. Kosten soll der Kleinwagen i3 knapp 40.000 Euro.

Ab November am Markt

Die Reichweite des i3 wird pro Batterieladung auf etwa 130 bis 160 Kilometer geschätzt. Der relativ hohe Preis ist der Leichtbauweise des Kleinwagens geschuldet. Um das Gewicht der Batterien auszugleichen, hat sich BMW dafür entschieden die Fahrgastzelle aus leichtem, aber eben teurem, Carbon zu fertigen. Im November wird der i3 auf den Markt kommen, Experten schätzen den Absatz für das nächste Jahr auf zirka 25.000 Stück. Klingt – bei einer Gesamtzahl von 1,8 Millionen Autos pro Jahr – nach wenig, jedoch sind diese Zahlen für den Elektrofahrzeugmarkt relativ hoch. Eher geringe Verkaufszahlen erzielt beispielsweise Daimler mit seinem Elektrosmart – lediglich mehrere tausend pro Jahr.

Zweitautos, urbane Regionen und Städte mit Citymaut

BMW-Vorstand Robertson erläuterte, als Kunden habe man anfänglich vor allem Käufer von Zweitautos in urbanen Regionen in Europa, den USA, Japan und China im Auge. Kalifornien werde sicherlich als Markt eine große Rolle spielen ebenso wie Städte mit Citymaut wie London. Die weitere Verbreitung erfolge Schritt für Schritt. Ob sich künftig eher Privatleute oder eher Flottenbetreiber für den i3 entschieden, lasse sich noch nicht sagen. Mit dem Durchbruch der Elektromobilität rechnete Robertson dann, wenn der Preis für ein Auto mit Stromaggregat nur noch rund zehn Prozent über dem eines Wagens mit Verbrennungsmotor liege. Dies werde in absehbarer Zeit sein.

Aus Telefonzellen werden E-Tankstellen

Die Batterietechnik werde sich in den nächsten fünf Jahren stärker weiterentwickeln als in den letzten 100 Jahren. Auch die Ladeinfrastruktur werde sich verbessern. Hier gebe es neue Ideen, sagte der Vertriebschef. Er verwies darauf, dass etwa in New York 40.000 bis 50.000 Telefonzellen herumstünden – ungenutzt, weil fast jeder ein Mobiltelefon habe, aber mit Stromversorgung ausgestattet. Diese Telefonzellen ließen sich vielleicht künftig als Stromtankstellen nutzen. „Wir stehen am Beginn dieses elektrischen Zeitalters.“

Weitere E-Autos wahrscheinlich und der Hybridsportwagen i8 im Frühjahr 2014

Bei BMW sei der i3 der Vorläufer der Elektromobilität. Der Konzern habe sich die Markenrechte „von i1 bis i9“ gesichert. Der Hybridsportwagen i8 soll im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen. Wann weitere Elektromodelle folgen, ließ Robertson offen: „Wir haben im Moment kein weiteres i-Produkt entwickelt.“ Die Entscheidung falle später.

 

  • Georg

    Also da hat’s was mit dem Preis-Leistungsverhältnis.
    Da bekomm ich bei TESLA (Model S) um den doppelten Preis ein Auto mit 3x so viel Reichwiete (ca. 500km)und einfach viel mehr Auto. Und im Vergleich zum Model S schaut der i3 für mich echt wie ein „E-Auto“ aus (Schiach).
    Zum Beispiel: Wenn ich einmal schnell von Wien nach Innsbruck muss bin ich schon froh wenn ich den TESLA in der Garage hab. Beim i3 kann ich froh sein wenn ich bis Amstetten komm, muss dort irgendwo zu 100% vermutlich 5-8 Stunden aufladen und komm dann sehr wahrscheinlich gerade nicht bis Salzburg wo ich mir dann ein Hotelzimmer nehmen muss um den i3 dann ein weiteres mal aufzuladen. In der Zwischenzeit hab ich den TESLA in Innsbruck währen meines Termins schon aufgeladen und bin schon wieder auf der Rückreise nach Wien. Ergo, kauft man sich einen i3 brauchst man noch einen weiteren Wagen mit Verbrennungsmotor für die weiten Fahrten und kommt dann auch auf so € 80.000,- Anschaffung, hat dann 2 „halbe“ Autos und ist von der Erhaltung um sehr viel teurer unterwegs. Nein Danke, dann schon bitte lieber einen TESLA. Meine Meinung ;-)

  • gletthofer_fredl

    Über die Türen denkt’s bitte nochmal nach, wenn ihr die Autos für Stadtbewohner bauts. Da brauch ich ja zum aussteigen schon links und rechts einen Parkplatz… Das geht vor allem in Innenstädten voll gut …

    • Josef

      Ja, daher wären wohl Schiebetüren gut………..für Stadtautos

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